StartBlaulicht HessenNeue Spur im Mordfall an einer Joggerin in Lampertheim

Neue Spur im Mordfall an einer Joggerin in Lampertheim

Nach einem Beitrag bei „Aktenzeichen XY… ungelöst“ sind 40 neue Hinweise bei den Ermittlern eingegangen

Im Mordfall einer 36-jährigen Joggerin aus Lampertheim gibt es möglicherweise eine neue Spur. Die Frau war am 16. September 2024 während eines Laufes in einem Waldgebiet getötet worden. Nachdem der Fall erneut in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ vorgestellt wurde, gingen nach Angaben des Hessischen Rundfunks (HR) rund 40 neue Hinweise bei den Ermittlern ein.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf eine DNA-Spur, die am Opfer gesichert wurde. Diese könnte zu einem Verwandten eines rumänischen Saisonarbeiters führen.

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Neue Hinweise im Mordfall in Lampertheim – DNA-Spur könnte zu Verwandtem des Täters führen

Wie der HR berichtet, hat „Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne bestätigt, dass die am Opfer gefundene DNA teilweise mit dem Erbgut eines rumänischen Saisonarbeiters übereinstimme. „Die müssen eine gemeinschaftliche Verwandtschaftslinie über die Vaterlinie gehabt haben“, so Cerne zum HR.

Damit könnte die Spur auf einen männlichen Verwandten des Saisonarbeiters hindeuten. Ob sich daraus tatsächlich ein konkreter Tatverdacht ergibt, ist derzeit nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wollte die Angaben laut Medienbericht nicht kommentieren.

Die nach der Fernsehsendung eingegangenen Hinweise werden derzeit von den Ermittlern ausgewertet.

Rückblick: Die Joggerin wurde mit drei Messerstichen getötet

Die 36-Jährige hatte am 16. September 2024 ihr Auto auf einem Parkplatz abgestellt, um im angrenzenden Waldgebiet joggen zu gehen. Rund 800 Meter vom Parkplatz entfernt wurde sie später tot an einem Waldweg zwischen Bäumen und Ästen gefunden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die zweifache Mutter mit drei Messerstichen getötet. Die Hintergründe und der genaue Ablauf der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Polizei führte Massengentest mit mehr als 1.000 Männern durch

Bereits Ende 2024 hatten die Ermittler einen umfangreichen DNA-Massentest durchgeführt. Insgesamt wurden nach Angaben aus dem vorliegenden Bericht 1.117 Männer zur Abgabe einer DNA-Probe aufgefordert beziehungsweise beprobt.

Ob die nun bekannt gewordene DNA-Spur im Zusammenhang mit diesem Massengentest steht und ob die Ermittler dadurch auf den möglichen Verwandten aufmerksam wurden, ist bislang nicht öffentlich bestätigt. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich hierzu ebenfalls nicht.

Nach Angaben des HR richtet sich der Blick der Ermittler nun auch auf landwirtschaftliche Betriebe. Diese werden demnach gebeten, sich bei der Polizei zu melden, wenn 2024 Saisonarbeiter unerwartet oder kurzfristig abgereist sein sollten.

Die neuen Hinweise sowie die DNA-Spur werden derzeit ausgewertet. Ob sich daraus ein konkreter Tatverdacht gegen eine bestimmte Person ergibt, ist weiterhin offen.