Hessen News: Eine gewaltsame Auseinandersetzung in der Nacht auf Sonntag hat in Gießen ein Todesopfer gefordert. Bei einer Messerattacke in Gießen in einer Wohnung in der Hindemithstraße wurde ein 18-jähriger Mann tödlich verletzt. Ein weiterer 26-jähriger Mann erlitt schwere Verletzungen und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Ein 19-jähriger Tatverdächtiger stellte sich am Sonntagmorgen selbst bei den Behörden und befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.
Blutender Verletzter führt Polizei Hessen zum Tatort
Der Vorfall wurde gegen 2:44 Uhr bekannt, als ein Passant im Bereich der Kreuzung Frankfurter Straße und Robert-Sommer-Straße einen stark blutenden Mann entdeckte. Der 26-Jährige wurde umgehend in das Universitätsklinikum Gießen eingeliefert, wo die behandelnden Ärzte mehrere Stichverletzungen an Kopf und Oberkörper feststellten. Sein Zustand konnte im Verlauf des Sonntags stabilisiert werden.
Die alarmierten Polizeibeamten rückten den Weg des Verletzten zurück und stießen an einer Wohnung in der Hindemithstraße auf ein geöffnetes Fenster sowie ein schwerstverletztes Opfer. Für den 18-jährigen Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät: Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsversuche verstarb der Jugendliche noch am Tatort. Die gerichtlich angeordnete Obduktion ergab, dass ein gezielter Messerstich ins Herz todesursächlich war.
Tatverdächtiger stellt sich blutüberströmt der Polizei
Am Sonntagmorgen erschien ein 19-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz mit blutverschmierter Kleidung auf der Dienststelle der Polizeistation Gießen Nord. Er räumte gegenüber den Beamtinnen und Beamten ein, im Rahmen eines Streits zwei Personen mit einem Messer verletzt zu haben.
Die Ermittler nahmen den Heranwachsenden vorläufig fest und führten eine erkennungsdienstliche Behandlung durch. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des vollendeten und versuchten Totschlags sowie der gefährlichen Körperverletzung. Der Beschuldigte wurde in eine hessische Justizvollzugsanstalt überstellt.
Ermittlungen zu Motiv und Tatablauf dauern an
Sowohl die Kriminalpolizei als auch die Rechtsmedizin Gießen haben am Tatort umfangreiche Spuren gesichert. Erste Befragungen im Umfeld ergaben, dass sich der Tatverdächtige und die beiden Opfer zumindest flüchtig kannten. Polizeilich ist der 19-Jährige bislang nicht in Erscheinung getreten. Die Befragungen von Anwohnern sowie die Auswertung gesicherter Beweismittel im Zusammenhang mit der Messerattacke in Gießen dauern weiterhin an.







