Mit einer neuen Sporthalle an der Reinhard-Strecker-Straße hat die Stadt Rüsselsheim am Main einen wichtigen Meilenstein für die Bauarbeiten auf dem Campus der Sophie-Opel-Schule erreicht. Stadtrat Nils Kraft sagte bei der Übergabe an Schulleiter Jens-Peter Krämer: „Der Schulcampus mit der Sophie-Opel-Schule ist das größte Schulprojekt, das die Stadt aktuell bearbeitet. Man erkennt mehr und mehr das Konzept, das die Kooperative Gesamtschule sowie die benachbarte Kita und Grundschule verbindet.“ Künftig sei an einem Campus der Übergang von einer Kita über eine Grundschule bis zum Schulabschluss ohne größeren räumlichen Wechsel im Stadtgebiet möglich.


Neben der Sophie-Opel-Schule und der Grundschule Hasengrund werden auch drei Sportvereine die Halle an fünf Nachmittag nutzen

Dazu sagte Kraft: „Viele Jahre wurde in Rüsselsheim in Sportstätten nur das Nötigste investiert. Wie sehr die Stadt mittlerweile den Sport unterstützt, zeigen die sanierte Großsporthalle, die neue Sporthalle der Max-Planck-Schule und die beiden grundsanierten Sporthallen der Borngraben- und der Gerhart-Hauptmann-Schule.“

Bürgermeister Dennis Grieser verwies darauf, dass alle Kinder und Jugendlichen ihre Dosis Sport bekommen sollen. Er betonte, dass die Stadt über den Sport hinaus deutlich mehr als in den vergangenen 20 bis 30 Jahre investiere. Das Geld fließe insbesondere in Kitas und Schulen, um Kindern und Jugendlichen einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen. „Je früher und umfassender wir allen eine Betreuung und Bildung anbieten können, desto größer sind die Aussichten auf Chancengleichheit“, sagte Grieser. Die Entscheidung der Stadt, Haupt- und Realschulen auslaufen zu lassen und stattdessen auf kooperative oder integrierte Gesamtschulen zu setzen, sei wegweisend gewesen. So gäbe es für die Kinder und Jugendlichen mittlerweile keine verfrühte Festlegung mehr, wohin die Reise beim Schulabschluss gehe.

Jens-Peter Krämer, Leiter der Sophie-Opel-Schule, nahm den symbolischen Schlüssel auch stellvertretend für die Grundschule Hasengrund entgegen

Er freute sich, dass dieser Baustein für den Schulcampus erreicht wurde und dass bald der Sportunterricht wieder in Schulnähe stattfinden kann. Auch dem Ziel, dass bald der gesamte Schulcampus fertig gestellt sein wird, fiebere er zusammen mit seinem Kollegium entgegen.

Architekt Jens Wilgeroth betonte, dass das Büro auf eine helle und freundliche Gestaltung geachtet habe, die häufig einen gelben Farbton aufgreife. Eine Besonderheit sei zudem die weitgespannte Decke mit Holzkonstruktion. Zum Abschluss betonte Peter Kreuzer als Vorsitzender des Sportbunds, dass sich der Dachverband für seine 14.000 Sportlerinnen und Sportler über jede moderne funktionsfähige Halle freue. Auch bei der Planung weiterer Projekte bot er die Kompetenz der Sportvereine an.

Ab Mitte Juni werden die Sportvereine die Halle erobern, bereits ab dem 27. Mai ist der Schulsport in der Sporthalle eingeplant

Insgesamt ist der Neubau der Halle 1.300 Quadratmeter groß. Davon nehmen die Hälfte die 1,5-Feld-Sporthalle ein, die durch einen Vorhang geteilt werden kann, sowie die beiden Geräteräume. Die Sporthalle hat eine lichte Raumhöhe von zirka acht Metern. In den Seitenflügeln schließen sich unter anderem ein Gymnastikraum, Gruppenumkleiden, Toiletten, Wasch- und Duschräume an. Für Menschen mit Behinderung gibt es ebenfalls eine barrierefreie Umkleide und Toilette.