StartÜberregionalNach plötzlichem Tod: Große Trauer um Hubert Aiwanger

Nach plötzlichem Tod: Große Trauer um Hubert Aiwanger

Der bayerische Wirtschaftsminister und Bundesvorsitzende der Freien Wähler wurde am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel gefunden

Der bayerische Wirtschaftsminister und Bundesvorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist im Alter von 55 Jahren verstorben. Er wurde leblos in einem Berliner Hotel aufgefunden. Politische Weggefährten in ganz Deutschland und der Landesverband Rheinland-Pfalz reagierten mit tiefer Bestürzung.

Die politische Landschaft in Deutschland trauert um eine ihrer prägendsten und streitbarsten Persönlichkeiten. Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist am Mittwoch im Alter von 55 Jahren tot in einem Hotelzimmer in Berlin aufgefunden worden. Die genauen Umstände seines Todes sind bislang unklar.

Aiwanger hatte sich am Mittwochnachmittag kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen von der Eröffnung des neuen Hauptstadtbüros der Freien Wähler abgemeldet.

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Aiwanger war das prägende Gesicht der Freien Wähler

Der diplomierte Agraringenieur aus Ergoldsbach in Niederbayern führte die Freien Wähler ab 2008 in den bayerischen Landtag und etablierte die Gruppierung ab 2018 als Regierungs- und Koalitionspartner der CSU. Aiwanger galt als Zugpferd der Partei, mit seiner bodenständigen Art, seiner klaren Sprache und seiner starken Verankerung im ländlichen Raum formte er die Freien Wähler zu einer bundesweit beachteten politischen Kraft.

Auch kontroverse Debatten, wie die umstrittene Flugblattaffäre im Jahr 2023, überstand er politisch unbeschadet und fuhr im selben Jahr mit 15,8 Prozent das historisch beste Wahlergebnis der Freien Wähler in Bayern ein.

Tiefe Trauer beim Landesverband Rheinland-Pfalz

Der plötzliche Tod des Bundesvorsitzenden löste auch beim Landesverband der Freien Wähler Rheinland-Pfalz Bestürzung aus. Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Christian Zöpfchen würdigte den Verstorbenen im Namen des Verbands:

„Die Nachricht vom Tod Hubert Aiwangers hat mich tief getroffen. Ich kannte Hubert persönlich und habe ihn als einen überzeugten, geradlinigen und leidenschaftlichen Politiker erlebt, der stets für seine Überzeugungen eingetreten ist. Er war ein Vordenker jener liberal-bürgerlichen Politik, die unser Land so dringend braucht“, erklärte Zöpfchen in Koblenz. Alle politischen Fragen träten in dieser dunklen Stunde in den Hintergrund. Das tief empfundene Mitgefühl gelte Aiwangers Familie und Angehörigen.

Reaktionen aus der Bundespolitik

Auch über Parteigrenzen hinweg zeigten sich Spitzenpolitiker erschüttert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem tiefen Schock für das gesamte Land. Baden-Württemberg-Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) würdigte Aiwanger als streitbaren Politiker mit Ecken und Kanten, der stets leidenschaftlich für seine Überzeugungen gekämpft habe.

Mit dem Tod von Hubert Aiwanger verlieren die Freien Wähler nicht nur ihren Bundesvorsitzenden, sondern eine prägende Leitfigur, deren Wirken weit über die bayerischen Landesgrenzen hinausreichte.

Aiwanger hinterlässt seine Partnerin und zwei Söhne.