StartSportMusiala zusammengebrochen - Das steckt dahinter

Musiala zusammengebrochen – Das steckt dahinter

Erklärung auf Social Media nach Vorfällen gegen Leipzig und Heidenheim – FC Bayern-Profi befindet sich in medizinischer Behandlung und spielt weiter

Nach Vorfällen in den Partien gegen Leipzig und Heidenheim hat sich Jamal Musiala öffentlich auf seiner Instagram-Seite zu seinem Gesundheitszustand geäußert. Der Offensivspieler des FC Bayern München gab Entwarnung und erklärte, dass es ihm gut gehe. Als Ursache für die Ausfälle nannte Jamal Musiala temporär auftretende, aber gut behandelbare Absencen, die auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen seien. Diese kurzzeitigen Aussetzer seien der Grund für die Vorfälle auf dem Spielfeld gewesen. Er betonte, dass die Situation medizinisch abgeklärt sei und nach Auskunft der behandelnden Fachärzte kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko bestehe.

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Unterstützung durch den Verein und Fortsetzung des Spielbetriebs

In Abstimmung mit den behandelnden Experten, dem FC Bayern München sowie seinem privaten Umfeld hat sich Jamal Musiala dazu entschieden, den Spielbetrieb fortzusetzen. Die medizinische Freigabe der Fachärzte liege vor, und der geregelte Alltag sowie das Fußballspielen unterstützen seinen Genesungsprozess. Der Nationalspieler bedankte sich für die Zuspruchsbekundungen der Fans und bat darum, weitere Details zu seiner Gesundheit im privaten Kreis sowie im Austausch mit dem Verein und den Ärzten zu belassen.

Was sind Absencen?

Absencen sind kurze Bewusstseinsaussetzer von fünf bis 20 Sekunden Dauer, die als Form der Epilepsie – sogenannte Petit-Mal-Anfälle – eingestuft werden. Betroffene unterbrechen dabei abrupt ihre aktuelle Tätigkeit, starren mit leerem Blick ins Leere und sind weder durch Ansprache noch durch Berührungen ansprechbar. Typischerweise treten keine Verkrampfungen oder Stürze auf, wie man sie von großen epileptischen Anfällen kennt; stattdessen beschränken sich sichtbare Anzeichen gelegentlich auf leichtes Lidzucken oder ein Verdrehen der Augen. Direkt nach dem Aussetzer setzen die Betroffenen ihre ursprüngliche Handlung fort, ohne sich an den Vorfall zu erinnern.

Besonders häufig treten Absencen im Kindes- und Jugendalter auf, vor allem zwischen dem 4. und 15. Lebensjahr. Da die Episoden nur wenige Sekunden andauern und mehrmals täglich vorkommen können, werden sie oft fälschlicherweise als Tagträumerei oder Unkonzentriertheit abgetan. Dennoch besteht bei vielen betroffenen Kindern eine gute Prognose: Im Laufe des Heranwachsens bilden sich die Anfälle bis zum Erwachsenenalter häufig von alleine wieder zurück.