StartKreis Groß-GerauMikropark in Kelsterbach offiziell eröffnet

Mikropark in Kelsterbach offiziell eröffnet

Mit hitzeresistenten Bäumen und insektenfreundlichen Bepflanzungen setzt die Stadt ein Zeichen für die Anpassung an den Klimawandel

In der Treburer Straße in Kelsterbach – auf dem Areal zwischen Hundert-Morgen-Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße – wurde der neue Mikropark offiziell eröffnet. Der Park entstand im Rahmen des städtischen Großprojekts „Klimainsel“, das in Kooperation mit der ProjektStadt umgesetzt wird. Das Ziel der Maßnahme ist es, die Stadt durch trocken- und hitzeresiliente Pflanzen an den Klimawandel anzupassen und zugleich die Aufenthaltsqualität für die Nachbarschaft zu steigern.

Bauverzögerung durch belastete Materialien gelöst

Im Zuge der Bauarbeiten wurde die bestehende Grünfläche stark aufgewertet und auf insgesamt 1.300 Quadratmeter erweitert. Während der bestehende Baumbestand als Schattenspender erhalten blieb, wurden zusätzlich 14 neue Bäume, 35 Sträucher sowie 200 Stauden gepflanzt, die insektenfreundliche Blühflächen auf 20 Quadratmetern bilden.

Die Arbeiten hatten im Februar 2026 begonnen, wobei Asphalt im Randbereich zurückgebaut wurde, um den Park zu vergrößern. Dabei kam es zu einer kurzen Verzögerung, da in den alten Asphaltflächen potenziell belastete Materialien entdeckt wurden. Nach der fachgerechten Untersuchung und Entsorgung konnten die Maßnahmen jedoch planmäßig zu Ende geführt werden.

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Feierliche Eröffnung und Führung durch das Areal in Kelsterbach

Zur Eröffnung um 17:00 Uhr begrüßte Bürgermeister Manfred Ockel zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner sowie Vertretungen aus der Kommunalpolitik. In seiner Rede hob er die Bedeutung klimaresilienter Konzepte hervor. Gefördert wurde das Projekt durch die Städtebauförderung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum gemeinsam mit dem Bund.

Im Anschluss führten Johannes Wolf und Jennifer Lattich vom beauftragten Landschaftsarchitekturbüro ViaVerde durch die Anlage. Sie erläuterten die Auswahl mediterraner und hitzebeständiger Gehölze – wie Ölweiden, südfranzösische Pinien oder Ungarische Eichen –, die an die lokalen Boden- und Klimaverhältnisse angepasst sind.

Pflegekonzept und Bürgerwünsche

Die wichtigsten Eckpunkte zum Betrieb und Ausbau des Mikroparks:

  • Bewässerungsziel: Nach einer dreijährigen Anwuchs- und Pflegephase sollen die Bäume weitgehend ohne zusätzliche Bewässerung auskommen.
  • Versickerung & Biodiversität: Wasserdurchlässige Wegeflächen unterstützen das Regenwassermanagement. Die artenreichen Magerrasenflächen benötigen minimalen Pflegeaufwand und werden lediglich zweimal im Jahr gemäht, um Lebensräume für Insekten zu erhalten.
  • Pflanzenbeschilderung: Die Stadt prüft derzeit den Wunsch der Bürgerschaft, Namensschilder an den Pflanzen anzubringen sowie Beratung für die Bepflanzung privater Gärten anzubieten.