In der Stadt Ginsheim-Gustavsburg stehen einige größere Baumaßnahmen auf dem Plan. Mit die größten sind dabei die neue Sport- und Kulturhalle und der Neubau für die Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg. BYC-News sprach mit Matthias Zimmerer, dem Bürgermeisterkandidaten der CDU Ginsheim-Gustavsburg darüber.


Bau der Sport- und Kulturhalle sollte schnell voran gehen

„Ich bin auf jeden Fall ein großer Befürworter der neuen Sport- und Kulturhalle. Da sind wir in der Zwischenzeit auch schon ein gutes Stück weiter, denn die Ausschreibungen sind draußen. Das Projekt wurde lange gut geplant und auch mit einigen Einsparungen. Wenn die Ausschreibungen durch sind, dann kann es direkt los gehen. Es würde mich daher sehr freuen das Projekt zu forcieren, sodass das möglichst schnell voran geht“, sagt Zimmerer. Er möchte außerdem die Bürger mitnehmen und offen und transparent mitteilen, wo man beim Bau der Halle gerade stehe. Auch wenn es Verzögerungen gebe, sollen das die Bürger erfahren. Wann genau der Baustart sei, komme aber auch etwas auf die Rückmeldung der Ausschreibungen an. „Ich hoffe aber, dass wir in 2 ½ oder 3 Jahren schon einen konkreten Eröffnungstermin haben“, erklärt der Kandidat.

Teilweise wurde bereits die Kritik geäußert, dass die wahrscheinliche Auslastung der Sport- und Kulturhalle zu gering sei. Hierzu erklärt er: „Ganz aktuell kenne ich die Auslastung der Bürgerhäuser, weil ich mich natürlich dort um Termine bemüht habe. Da ist es zur Zeit schwierig Termine zu bekommen, es ist also eine sehr hohe Auslastung da. Das aktuelle Bürgerhaus, wo so lange nichts gemacht wurde, wäre auch schon früher mehr genutzt worden, wenn es besser instand gehalten worden wäre. Wenn wir das bei der Sport- und Kulturhalle von Anfang an nicht vernachlässigen, bin ich guter Dinge, dass diese dann auch rege genutzt wird.“

„Beim Neubau der Feuerwache auf das Notwendige konzentrieren“

Ein weiteres großes Projekt wird der Neubau für die Stadtteilfeuerwehr Gustavsburg werden. Zimmerer betont, dass es sich dabei um eine Pflichtaufgabe handele, die umgesetzt werde. Die Standortfrage sei zunächst zu lösen. „Der Neubau ist keine Frage des Wollens. Vielmehr muss man sich hier mit Fach- und Sachverständigen der Feuerwehr überlegen, in welchem Umfang der Neubau erfolgen soll. Aufgrund der finanziellen Lage wird es nicht so sein, dass man sich da alle Wünsche erfüllen kann aber das Notwendige wird auf jeden Fall kommen“, erklärt er.

„Der neue Standort auf dem Parkplatz des aktuellen Bürgerhauses ist meines Wissens nach noch nicht in Stein gemeißelt. Aber es ist für mich ein realistischer Standort. Doch zuerst muss mit den Verantwortlichen bei der Feuerwehr über deren Vorstellungen gesprochen werden“, so Zimmerer. Einige Anwohner haben bereits Bedenken bezüglich der Lautstärke geäußert, die die Feuerwehr zum Teil bei Alarmierungen und bei Fahrten mit dem Martinshorn verursacht. Der Bürgermeisterkandidat erklärt: „Der Lärm von der Feuerwehr muss von den Bürgern letztendlich hingenommen werden. Das ist ja auch nicht dauerhaft der Fall, sondern nur wenn die Feuerwehr ausrückt oder es einen Probealarm gibt. Das hört man aber auch, wenn man fünf Straßen weiter wohnt. Da sehe ich also absolut kein Problem“

Die Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg, insbesondere der Stadtteil Gustavsburg, hat dauerhaft mit Personalmangel zu kämpfen. Immer weniger Menschen entscheiden sich dafür, Teil der Freiwilligen Feuerwehr zu werden. „Die Bürger müssen erkennen, was da für unser Allgemeinwohl und unsere Sicherheit getan wird und das alles auch noch ehrenamtlich. Ich denke wenn man das den Bürgern deutlich macht, entscheiden sich auch wieder mehr Menschen, ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig zu werden“, sagt Zimmerer.

„Für die Bauernbrücke brauchen wir eine andere Lösung“

Die Bauernbrücke ist aktuell durch einen Pfosten gesperrt, sodass niemand über die Brücke fahren kann. Anwohnern und Landwirten ist der Pfosten daher ein Dorn im Auge. „Es gibt da ein Gutachten von einer Firma, das die Zulässigkeit von Fahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen für die Bauernbrücke bestätigt. Da kann ich nicht verstehen und nachvollziehen, warum man die Brücke nicht wieder für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen freigibt. Damit könnte man viel erreichen. Eine einfache und kostengünstige Lösung wäre zum Beispiel, dass man da mit einer Schranke und einem Schlüssel arbeitet, sodass zumindest die Berechtigten über die Brücke fahren können“, so Zimmerer.

Dass die Bauernbrücke nun aber dauerhaft gesperrt bleiben soll, könne er nicht nachvollziehen: „Die Aussage des Bürgermeisters, dass auch andere schwerere Fahrzeuge darüber fahren würden, wenn die Brücke für 3,5 Tonnen freigegeben wäre, erschließt sich mir nicht. Dann müsste man ja jegliches Verbotsschild in Frage stellen – von der Geschwindigkeitsbegrenzung bis zum Parkverbotsschild. Wenn ein Schild die Brücke für 3,5 Tonnen begrenzt und jemand mit schwereren Fahrzeugen drüber fährt, muss derjenige dann eben dafür in Haftung genommen werden. So wie es bei jedem anderen Verbotsschild auch der Fall ist“

Ein Neubau der Brücke sei hingegen nicht so einfach. Das seien Summen bei denen man ganz schnell erkenne, dass die Betriebswirtschaftlichkeit nicht gegeben sei. Zudem gehöre die Brücke der Stadt Mainz und sei damit nicht Eigentum der Stadt Ginsheim-Gustavsburg.