Die Mainzer Volksbank (MVB) geht entscheidenden Schritt beim Klimaschutz. Neben ehrgeizigen CO2-Reduktionszielen kompensiert das Unternehmen zukünftig auch seine durch den Geschäftsbetrieb verursachten Treibhausgasemissionen durch ein Klimaschutzprojekt in Ruanda – und sorgt so für einen klimaneutralen Geschäftsbetrieb. Damit bekennt sich die MVB zu ihrer Verantwortung beim Klimaschutz und betont die Bedeutung des generationengerechten Handelns für die Genossenschaftsbank.


Klimaneutraler Geschäftsbetrieb

Grundsätzlich bedeutet klimaneutral zu handeln, dass das eigene Handeln keine negativen Konsequenzen auf das Klima hat. Konkret bedeutet das für die MVB, dass alle Treibhausgase, die im Geschäftsbetrieb entstehen, entweder eingespart oder durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden. So können unter dem Strich alle Emissionen ausgeglichen werden.

Auf dem Weg zum klimaneutralen Geschäftsbetrieb hat die Mainzer Volksbank im ersten Schritt für die Jahre 2019 bis 2021 eine CO2-Bilanz nach anerkanntem Greenhouse Gas Protocol erstellt, um Emissionsquellen und Reduktionshebel belastbar zu identifizieren. Aufbauend darauf wurde eine Klima-Roadmap erstellt, die für alle Teilbereiche des Geschäftsbetriebes mittel- und langfristige Reduktionsziele festlegt. Ziel bis 2035: Mindestens 37 Prozent der Treibhausgasemissionen aus dem eigenen Geschäftsbetrieb im Vergleich zu 2019 sollen reduziert werden. Die größten Hebel sind dabei die Bereiche Mobilität in Form des Pendelverkehrs der Mitarbeitenden und des eigenen Fuhrparks sowie die Wärmeenergie. Bereits positiv schlagen der seit Jahren bezogene 100-prozentige Ökostrom sowie die klimaneutral bezogene Fernwärme in einem Großteil der Bankgebäude zu Buche.

Ungeachtet der Reduktionsziele werden immer auch unvermeidbare Restemissionen verbleiben

Diese werden in einem weiteren Schritt kompensiert, indem die MVB ein Klimaschutzprojekt in Ruanda unterstützt. Dort werden die verursachten CO2-Mengen durch die Umsetzung des Projektes eingespart. Um auch vor Erreichen der gesteckten Reduktionsziele schon einen Beitrag zum globalen Ziel der Klimaneutralität zu leisten, kompensiert die Mainzer Volksbank ab dem Jahr 2022 nun jedes Jahr die noch verursachten Treibhausgasemissionen.

Uwe Abel, Vorstandsvorsitzender der Mainzer Volksbank, sieht im klimaneutralen Geschäftsbetrieb einen wichtigen Schritt

„Obwohl wir schon länger intensiv daran arbeiten, Treibhausgase im Geschäftsbetrieb einzusparen, bedarf die Umstellung von Prozessen und Verhaltensweisen Zeit. Das Zeitfenster, um den Klimawandel einzudämmen wird aber nachweislich kleiner. Daher war es für uns eine wichtige Entscheidung, unsere eigenen CO2-Emissionen zeitnah zu neutralisieren. Auch mit Blick auf unsere Rolle als Kreditinstitut und Finanzierer der Wirtschaft war es uns wichtig, glaubwürdiger Partner für Kundinnen und Kunden zu sein, um bei der notwendigen Dekarbonisierung der Wirtschaft zielführend und kompetent zu unterstützen.“


Klimaschutzprojekt in Ruanda – Regionalität global gedacht

Bei der Kompensation der verbleibenden CO2-Emissionen ist es der Mainzer Volksbank sehr wichtig, dass anerkannte Standards und ein maximales Maß an Transparenz geboten sind. Bei der Auswahl des Klimaschutzprojektes wird daher auf die Expertise und Erfahrung von ClimatePartner gesetzt. Alle Projekte dort sind nach internationalen Standards zertifiziert, so auch das Projekt der MVB in Ruanda, für das sich die MVB ganz bewusst entschieden hat. „Als regionale Genossenschaftsbank war uns der Bezug zu unserer Heimatregion wichtig“, erklärt Uwe Abel die Entscheidung. „Von Anfang an war klar, dass eine solche Kompensation nicht vor Ort umgesetzt werden kann. Daher haben wir uns für ein Projekt in Ruanda entschieden, dem Partnerland unseres Bundeslandes Rheinland-Pfalz. So verbinden wir regionale Verbundenheit und Entwicklungspartnerschaft mit der globalen Aufgabe des Klimaschutzes.“

Als Klimaschutzprojekt für die Kompensation der CO2-Emissionen hat sich die MVB für ein Projekt entschieden, welches die Finanzierung sauberer Kochöfen ermöglicht. Gegenüber dem Kochen auf offenem Feuer kann so viel Holz und damit auch CO2 eingespart werden. Neben der Einsparung von Treibhausgasen wird damit auch der Lebensstandard der Menschen und ihre Gesundheit positiv beeinflusst. Das Projekt ist mit dem sogenannten Gold Standard zertifiziert. Das bedeutet eine systematische Kontrolle der Reduktion von Treibhausgasen als auch die lokale Umwelt- und Sozialwirkung.

Klimaschutz auch vor Ort

Neben der Investition in das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda ist der Mainzer Volksbank auch das Engagement vor Ort wichtig. So pflanzt die Mainzer Volksbank in den kommenden zwei Jahren im Rahmen der Klimainitiative ‚Morgen kann kommen‘ 16.000 Bäume in Rheinhessen. Damit verbunden sollen in weiteren Schritten Baumpatenschaften und Schulwälder anknüpfen. Darüber hinaus engagiert sich die Mainzer Volksbank seit Jahren für regionale Institutionen und Vereine. Auch beim unternehmenseigenen Fuhrpark wird angesetzt: Bis spätestens 2030 wird dieser kontinuierlich umgestellt und letztendlich ohne fossile Antriebsformen betrieben.