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Mainzer OB Nino Haase zur Mainzer Verkehrsplanung

OB Nino Haase: „Verkehrsplanung erfolgt - auch in Mainz - datenbasiert auf der Basis erhobener Verkehrskennziffern“

Mainz: „Verkehrsplanung muss heute anders gedacht werden als noch vor zehn Jahren. Dabei muss die Mainzer Innenstadt weiterhin attraktiv und erreichbar für alle bleiben“, sagt Oberbürgermeister Nino Haase. Dazu gehören für ihn sichere Fuß- und Radwege, gut erreichbare Parkhäuser und verkehrsberuhigte und auch verkehrsfreie Flächen, die entscheidend zur Lebensqualität aller Mainzer:innen beitragen.

Ein großes Problem für den Verkehr in der Innenstadt war zuletzt die Baustelle der Mainzer Netze Ecke in der Umbach – zwischen Großer Bleiche und Großer Langgasse. Diese kam fast zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Straßenbahn in der sanierten Binger Straße und der Einführung des „Modalfilters“ in der Großen Bleiche. Hierbei vermischten sich mehrere Effekte und wirkten sich massiv auf den Verkehrsfluss aus.

„Die großen Maßnahmen aus Richtung Hauptbahnhof sind nun geschafft und die Erreichbarkeit hat sich massiv verbessert. Die Maßnahme in der Holzhofstraße dauert noch bis zum Herbst an – dann kann man auch dort durchatmen. Wir werden die nächsten Jahre noch viele Baustellen in allen deutschen Städten, gerade in den alten Bundesländern, sehen: Die Infrastruktur muss überall mehr oder minder zeitgleich erneuert werden, dazu kommen der Ausbau von nachhaltiger Fernwärme, Breitband und ÖPNV. Das wird noch viel Geduld abverlangen, aber gleichzeitig garantieren wir so zukunftsfähige Städte“, so Nino Haase.

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Nino Haase: „Die Baustellen für Glasfaser- und Fernwärmenetze müssten dabei oft innerhalb kurzer, gesetzlich festgelegter Fristen zugelassen werden“

Rund 3500 Baustellen pro Jahr zähle die Stadt Mainz, wobei die Stadt selbst zumeist nicht Auftraggeberin sei. „Natürlich koordiniert die Verkehrsverwaltung die großen von uns beauftragten Maßnahmen frühzeitig und man kann sich darüber aktuell auf unserer Homepage informieren. But bei dieser Masse und der Kurzfristigkeit ist eine perfekte Koordinierung schlicht nicht immer möglich“, betont Haase.

Mit dem nun erfolgten Abschluss der Arbeiten an der Umbach geht Mainz – nach der Münsterplatzbaustelle und der Einführung des Modalfilters – erstmals in den Normbetrieb über. „Wir gleichen natürlich die neuen Verkehrsdaten mit den vorher berechneten Modellen ab und gehen von einer Normalisierung der Verkehre im Bleichenviertel/Kaiserstraße aus“, resümiert Oberbürgermeister Haase.

„Verkehrsplanung muss heute ausgewogener erfolgen, als in der Vergangenheit – mit einem stärkeren Fokus auf den ÖPNV, den Radverkehr und die Fußgänger. Aber natürlich wird auch der Autoverkehr weiterhin berücksichtigt. Mainz soll weiter für alle erreichbar und lebenswert bleiben – aber in einer wachsenden Stadt wachsen nunmal nicht die verfügbaren Flächen, weshalb flächenschonendere Verkehrsarten wie ÖPNV oder Radverkehr stärker berücksichtigt werden müssen als in den vergangenen Jahrzehnten. Dazu erheben wir objektive Verkehrsdaten und werden diese auch kommunizieren.“

Im September startete die Stadtverwaltung eine umfangreiche Datenerhebung zum „Modalfilter“, um dessen Wirksamkeit zu prüfen, neu entstandene Verkehrsströme zu beobachten und die weitere Entwicklung anhand einer belastbaren Datengrundlage bewerten zu können. Nach der Datenauswertung können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, wie etwa die Anpassung von Ampelphasen oder Beschilderungen.

Haase abschließend: „Das Projekt Modalfilter wird mit Kameras und Zählgeräten nachverfolgt, um detaillierte Erkenntnisse zu veränderten Strömen und Belastungen zu erheben. Anschließend werden diese Zahlen analysiert und bewertet. Verkehrsplanung erfolgt – auch in Mainz – datenbasiert auf der Basis erhobener Verkehrskennziffern.“

Zudem hat die Stadtverwaltung die Zusammenarbeit von Baustellenmarketing und Baustellenmanagement überarbeitet. Für das Marketing ist die Wirtschaftsförderung zuständig, für das Management Straßenverkehrsbehörde. OB Nino Haase: „Beide Hände müssen ineinandergreifen und Betroffene wie den Einzelhandel und Anwohner in den Lichtkegel rücken, wann immer dies geht.“