StartMainzBrandmauer gegen Rechts: Demonstration in Mainz fordert geschlossenes Handeln

Brandmauer gegen Rechts: Demonstration in Mainz fordert geschlossenes Handeln

Foto: Stefan Heyde

Als Reaktion auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gingen am heutigen Samstag hunderte Bürgerinnen und Bürger in Mainz auf die Straße, BYC-NEWS war vor Ort und hat die Veranstalter begleitet.

Unter dem Motto „Zeit zum Handeln: Gemeinsam für Demokratie“ folgte der Protest dem Aufruf der Initiative „Mainz for Democracy“. Bei gutem Spätsommerwetter prägten selbstgebastelte Pappschilder und deutliche Mahnungen aus Zivilgesellschaft und Gewerkschaften das Bild in der Innenstadt.

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Die Brandmauer: Protest ohne Parteifahnen

Die Demonstrantinnen und Demonstranten brachten ihre Anliegen mit zahlreichen selbstgebastelten Pappschildern zum Ausdruck. Um den überparteilichen Charakter der Kundgebung zu unterstreichen, hatte das Bündnis im Vorfeld darum gebeten, auf Parteifahnen und parteipolitische Symbole zu verzichten.

Auf dem Weg durch die Stadt hallte eine Vielzahl lautstarker Sprechchöre durch die Gassen, mit denen die Teilnehmenden Haltung zeigten. „Demokratie ist kein Zustand, sie ist eine tägliche Aufgabe für uns alle“, betonte eine Teilnehmerin am Rande des Zugs. Ein anderer Demonstrant ergänzte: „Schweigen ist keine Option mehr, wenn Grundrechte infrage gestellt werden.“

Der Zug steuerte schließlich den Gutenbergplatz an. Dort schlossen sich die Teilnehmenden von „Mainz for Democracy“ der Demonstration des bundesweiten Bündnisses „PRÜF mal“ an. Auf dem Platz mündeten die Aufzüge in einer gemeinsamen Kundgebung, die explizit die verfassungsrechtliche Überprüfung und das Verbot rechtsextremer Parteien forderte. „Es geht hier nicht um Parteipolitik, sondern um das Fundament unseres Zusammenlebens“, brachte es eine weitere Teilnehmerin auf den Punkt.

Klare Positionen bei Redebeiträgen

In den zentralen Kundgebungsbeiträgen betonten die Rednerinnen und Redner der Initiative unter dem Motto „Zeit zum Handeln“, wie dringlich zivilgesellschaftliches Engagement nach den jüngsten Wahlen ist. Es reiche nicht aus, Demokratie nur passiv zu verwalten, sie müsse aktiv verteidigt und im Alltag gelebt werden.

Verstärkung erhielten die Veranstalter unter anderem durch einen Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). In seinem Beitrag unterstrich er, dass soziale Gerechtigkeit, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Demokratie untrennbar miteinander verwoben sind. Rechtspopulistische Spaltungsversuche gefährdeten nicht nur den gesellschaftlichen Frieden, sondern auch den sozialen Zusammenhalt in den Betrieben und Kommunen.