Mainz lebt Biotechnologie. Seit der Entwicklung des ersten Impfstoffes gegen Covid-19 durch die Mainzer Firma Biontech erlebt die Stadt Mainz einen regelrechten Biotechaufschwung. Um diesem Rechnung zu tragen, wird auf dem sogenannten Hochschulerweiterungsgelände zwischen Mewa-Arena und Saarstraße auf rund 18 Hektar ein Biotechcampus entstehen, der Platz für Forschung und Lehre bieten wird. Die Landeshauptstadt Mainz hat nun mit der baulichen Erschließung dieses bisher als Ackerland genutzten, aber mit geltendem Baurecht belegten Gebietes begonnen.

Die ersten Arbeiten sind bereits in vollem Gange

Teil der Erschließungsmaßnahme ist die Verlegung von Kanälen, Trinkwasserversorgungsleitungen, Fernwärmeleitungen, Stromleitungen sowie Fernmeldekabeln. Auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern entstehen neue Straßenverkehrsflächen mit einer Gesamtlänge von über 1.000 Metern, insgesamt wird mit dieser Tiefbaumaßnahme ein Baugebiet von ca. 120.000 Quadratmetern erschlossen. Das Niederschlagswasser auf den öffentlich versiegelten Flächen wird über Mulden und Rigolen direkt zur Entwässerung gebracht. Die Fertigstellung mit den endgültigen Oberflächen von Straßen, Gehwegen und Parkplätzen erfolgt nach Abschluss der Hochbautätigkeiten, um eine Beschädigung während der Hochbautätigkeiten zu vermeiden.

Aktuell trägt die Firma Eiffage den Oberboden für Tief- und Straßenbau ab. Begleitet wird dieser Erschließungsabschnitt von der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) des Landes Rheinland-Pfalz, da vorab durchgeführte Prospektionen im westlichen Baugebiet römische Überreste vermuten lassen. „In Mainz wundern wir uns nicht mehr über römische Funde, im Gegenteil, wir sind immer, wenn gegraben wird, voll darauf eingestellt, auf Spuren unserer Vorfahren zu treffen. So verhält es sich auch hier und wir arbeiten Hand in Hand mit den Kollegen der Landesarchäologie, um die gebotene Sorgfalt garantieren zu können,“ so Bürgermeister Günter Beck.

Einen Campus mit internationaler Strahlkraft

„Gemeinsam mit dem Land und privaten Investoren entwickeln wir hier einen Campus mit internationaler Strahlkraft. Die Entwicklung von Flächen, Gebäuden und Infrastruktur für das Wachstum von Unternehmen aus Biotechnologie und Life Science ist essenzielle, um etablierten Unternehmen am Standort, aber auch Startups von heute und morgen die Möglichkeit zu bieten, ihre volle Innovationskraft zu entfalten und die Translation von bahnbrechender Forschung in Produkte zu ermöglichen,“ so Beck weiter. Auch das von Stadt und Land gemeinsam getragene TZM wird auf dem sich nun in der Erschließung befindlichen Gebiet sein neues Zuhause finden.