In manchen Orten des Kreises Groß-Gerau gibt es in den Kindergärten schon Lolli-Tests als Schutz vor einer Corona-Übertragung, in weiteren Kommunen sind sie geplant – aber nicht in Bischofsheim. Dabei lag auch hier die Möglichkeit auf dem Tisch, mehr Sicherheit für Kinder, Familien und Erzieherinnen zu schaffen, denn die Voraussetzungen sind da. Die Gemeindeverwaltung aber will die einfachen und sinnvollen Tests nicht einführen, weil sich an einer Umfrage zu diesem Thema nicht genügend Eltern beteiligt hätten, heißt es in einem Schreiben.

Christian Weinerth dazu

„Sieht so die Fürsorge für unsern schutzbedürftigen Kinder aus?“, fragt sich der Christian Weinerth (SPD Bischofsheim), selbst Vater eines vierjährigen Sohnes. „Ich bin mehr als verwundert über diese Entscheidung. Die Kleinen sind dem Covid19-Virus schutzlos ausgeliefert und eine Impfung ist für sie bislang nicht möglich. Auch gegenüber dem Kindergartenpersonal ist das verantwortungslos.“

Während im neuen Schuljahr also an den Schulen mit drei Tests pro Woche eng kontrolliert wird, bleiben die Kindergartenkinder in Bischofsheim außen vor. „Das ist umso unverständlicher, weil ja auch viele Kinder neu in die Einrichtungen kommen“, so Weinerth weiter. „Die einzige Hoffnung ist, dass die Eltern protestieren und von Bürgermeister und Verwaltung fordern, die Lolli-Tests einzuführen. Vielleicht kann das Kita-Forum oder der Gesamtelternbeirat der Kitas die Initiative ergreifen. Schließlich geht es um unsere Kinder und unsere Zukunft!“