BYC-NewsVerbandsgemeinde Nieder-OlmVerkehr Nieder-OlmIllegale Rennen zwischen den Kreiseln in Nieder-Olm?

Illegale Rennen zwischen den Kreiseln in Nieder-Olm?

Anwohner starten Unterschriftenaktion für einen Blitzer in Nieder-Olm.

Nieder-Olm News – Nachdem BYC-News bereits am 18. Februar 2026 (Raser und Autoposer in Nieder-Olm nerven Anwohner) und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Bürger berichtete, hat sich das Echo deutlich verstärkt. Zahlreiche Zuschriften und Kommentare beschäftigen sich nun mit einer konkreten Forderung: der Installation einer stationären Geschwindigkeitsüberwachung. Im Mittelpunkt stehen hierbei die L413 sowie die Verlängerung der Ingelheimer Straße, die nach Meinung vieler Betroffener zu einem Schwerpunkt für rücksichtsloses Fahrverhalten geworden sind.

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Beobachtungen von Beschleunigungsrennen zwischen den Kreiseln

Die Rückmeldungen der Bürger konkretisieren die Situation vor Ort sehr deutlich. Den Berichten zufolge wird die Strecke der L413Ingelheimer Straße, die durch die Kreisverkehre unterbrochen wird, von einer bestimmten Gruppe von Fahrzeugführern als Beschleunigungsstrecke zweckentfremdet. Anwohner schildern regelmäßig Situationen, in denen Fahrzeuge unmittelbar nach dem Verlassen eines Kreisels stark beschleunigen, um mit hoher Geschwindigkeit den nächsten Kreisel zu erreichen.

Besonders kritisch wird das Verhalten bewertet, wenn mehrere Fahrzeuge beteiligt sind. Laut den vorliegenden Informationen kommt es auf der L413 immer wieder dazu, dass Fahrzeuge nebeneinander herfahren. Dieses Verhalten wird von den Beobachtern als eine Art privates Rennen interpretiert, bei dem es weniger um das zügige Vorankommen als vielmehr um den direkten Vergleich der Motorleistung und die damit verbundene Geräuschkulisse geht. Diese Manöver finden vornehmlich in den Abend- und Nachtstunden statt, was die Wohnqualität entlang der betroffenen Straßenzüge massiv beeinträchtigt.

Berichterstattung über Autoposer in Nieder-Olm

Der Anstoß für die aktuelle Debatte war ein Bericht von BYC-News über die allgemeine Situation der Autoposer in der Region. Die daraufhin eingegangenen Reaktionen zeigen, dass die Bürger die bisherigen Maßnahmen als nicht ausreichend empfinden. Während sich der erste Bericht noch allgemein mit der Belastung durch modifizierte Fahrzeuge und unnötigen Lärm befasste, fordern die aktuellen Einsendungen nun gezielte technische Lösungen. Ein stationärer Blitzer in Nieder-Olm wird hierbei als das effektivste Mittel angesehen, um die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit dauerhaft zu gewährleisten.

Die Argumentation der Anwohner stützt sich auf mehrere Punkte:

  • Wiederholte Verstöße: Die Regelmäßigkeit der Vorfälle lässt darauf schließen, dass punktuelle Kontrollen allein keine nachhaltige Abschreckung erzielen.

  • Gefahrenpotenzial: Das Nebeneinanderfahren auf der L413 stellt eine unkalkulierbare Gefahr für den Gegenverkehr und Einbiegende dar.

  • Lärmschutz: Da hohe Geschwindigkeiten in der Regel mit hohen Drehzahlen einhergehen, würde eine Reduzierung des Tempos durch einen Blitzer in Nieder-Olm auch die Lärmemissionen deutlich senken.

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Wunsch nach dauerhafter Lösung auf der L413

Die L413 fungiert als wichtige Verbindungsstraße, die jedoch durch ihre bauliche Beschaffenheit mit den aufeinanderfolgenden Kreiseln offenbar einen Anreiz für das beschriebene Fahrverhalten bietet. Die Bürger betonen in ihren Zuschriften, dass es ihnen nicht um eine allgemeine Kriminalisierung von Autofahrern geht, sondern um den Schutz der Anwohnerschaft vor den Auswüchsen einer kleinen Gruppe.

Ein fest installierter Blitzer in Nieder-Olm könnte nach Ansicht der Initiatoren der Forderung dazu führen, dass der Reiz der Strecke für die Poser-Szene verloren geht. Da die finanziellen Konsequenzen und die Gefahr eines Fahrverbots bei stationären Anlagen kalkulierbar, aber bei Verstößen unvermeidbar sind, erhoffen sich die Anwohner eine schnelle Verhaltensänderung der betreffenden Fahrer. Die Diskussion in den sozialen Medien von BYC-News zeigt zudem, dass die Unterstützung für eine solche Maßnahme weit über die unmittelbar betroffenen Hausbesitzer hinausgeht.

Die Forderungen der Anwohner richten sich nun an die zuständigen Stellen der Stadt- und Verbandsgemeindeverwaltung, die Verkehrssituation auf der Ingelheimer Straße und der L413 erneut zu bewerten. Die Vielzahl der eingegangenen Beschwerden verdeutlicht, dass die aktuelle Lage von einem großen Teil der Bevölkerung als unbefriedigend wahrgenommen wird.

Unterschriftenaktion gestartet

Um den Forderungen nach mehr Kontrolle und Ruhe einen offiziellen Rahmen zu geben, wurde nun zusätzlich eine gezielte Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Unter dem Titel „Schutz der Nachtruhe in Nieder-Olm – gegen Lärm durch Autoposer“ können Betroffene und Unterstützer auf dem Portal openPetition ihre Stimme abgeben.

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