Im Binger Stadtwald beginnt ab Montag, 5. Oktober 2026, eine Bodenschutzkalkung. Betroffen sind die Bereiche Lauschhütte, Jägerhaus und Heiligkreuz. Dabei werden pro Hektar drei Tonnen kohlensaurer Magnesiumkalk mit einem Hubschrauber ausgebracht.
Kalkung im Binger Stadtwald soll Böden schützen
Hintergrund der Maßnahme ist der zunehmende Klimastress, unter dem die Wälder durch Trockenheit, Dürre und Schädlinge leiden. Besonders auf nährstoffarmen und versauerten Böden haben die Bäume nach Angaben des Forstamts mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen.
Die Versauerung ist dabei teilweise naturbedingt, teilweise geht sie auf frühere Schwefeleinträge zurück. Die Kalkung soll einer weiteren Versauerung entgegenwirken und dazu beitragen, die Bodenfunktionen zu erhalten.
Die Maßnahme dient ausdrücklich nicht als Düngung. Vielmehr soll sie die Böden stabilisieren, das Grund- und Quellwasser schützen und damit die Stabilität der Waldökosysteme unterstützen. Die Wirksamkeit der Bodenschutzkalkung wird nach Angaben des Forstamts durch Studien der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz belegt.
Nicht der gesamte Stadtwald wird gekalkt
Der Binger Stadtwald umfasst insgesamt rund 2.100 Hektar. Gekalkt werden davon lediglich die Flächen, auf denen die Maßnahme notwendig ist. Insgesamt sind rund 900 Hektar vorgesehen.
Der Kalk wird als Gesteinsmehl per Hubschrauber über den betroffenen Waldflächen verteilt. Das ausgebrachte Material ist nach Angaben des Forstamts gesundheitlich unbedenklich.
Die Arbeiten werden sich über mehrere Wochen erstrecken. Während der Ausbringung sollten die jeweils beflogenen Bereiche gemieden werden. Dadurch sollen mögliche Verschmutzungen an Kleidung oder Fahrzeugen verhindert und die Arbeiten nicht gestört werden.







