Die Stadt Raunheim sieht den Haushalt für das Jahr 2026 auf einem guten Weg. Nach intensiven Beratungen innerhalb der Stadtverwaltung und Abstimmungen mit der Kommunalaufsicht des Kreises Groß-Gerau sowie dem Regierungspräsidium Darmstadt soll der Haushaltsplan nun so geändert werden, dass eine Genehmigung möglich wird. Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung.
Eine zeitnahe Genehmigung hat die Kommunalaufsicht nach Angaben der Stadt bereits in Aussicht gestellt. Besonders hervor hebt die Stadt, dass weder Steuererhöhungen noch ein Haushaltssicherungskonzept erforderlich sein sollen.
Ursprünglicher Haushalt in Raunheim zunächst nicht genehmigungsfähig
Der im März 2026 beschlossene Haushalt konnte zunächst nicht genehmigt werden. Grund dafür war ein aus dem Jahr 2025 vorgetragener ordentlicher Fehlbetrag.
Bürgermeister David Rendel und die Stadtverwaltung arbeiteten in den vergangenen Monaten deshalb gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden an einer Lösung. Ziel war es, die finanzielle Situation der Stadt zu verbessern, ohne die Bürgerinnen und Bürger oder Unternehmen durch höhere kommunale Steuern zusätzlich zu belasten.
„Dass wir nun einen genehmigungsfähigen Haushalt vorlegen können, ohne Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen durch Steuererhöhungen zusätzlich zu belasten, ist ein wichtiger Erfolg für unsere Stadt“, erklärt Bürgermeister David Rendel.
Er dankte insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Finanzverwaltung für deren Arbeit bei der Entwicklung der nun vorgesehenen Lösung.
Gewerbesteuereinnahmen steigen deutlich
Eine wesentliche Grundlage für die verbesserte Haushaltslage sind nach Angaben der Stadt die Gewerbesteuereinnahmen. Im bisherigen Haushaltsansatz war mit Einnahmen von 23,66 Millionen Euro gerechnet worden. Nach der aktuellen Entwicklung geht Raunheim nun von rund 28,5 Millionen Euro aus.
Damit liegen die erwarteten Einnahmen rund 4,84 Millionen Euro über dem ursprünglichen Ansatz. Nach Einschätzung der Stadt hat sich die Gewerbesteuer im Laufe des Jahres 2026 deutlich stabilisiert.
Der erhebliche Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2025 wird nach derzeitiger Einschätzung als außergewöhnlicher Einmaleffekt bewertet. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, könnten sich daraus auch bessere Perspektiven für die kommenden Haushaltsjahre ergeben.
„Unsere wirtschaftliche Stärke ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Handlungsfähigkeit Raunheims“, betont Rendel. „Die aktuelle Entwicklung bestätigt, wie wichtig es ist, den Wirtschaftsstandort zu pflegen, bestehende Unternehmen zu unterstützen und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven für Raunheim zu schaffen. Die jetzt vorliegenden Zahlen geben uns wieder deutlich mehr Planungssicherheit“, so der Rathauschef.
Stadtverordnetenversammlung entscheidet am 1. Oktober
Der Entwurf zur Änderung des Haushaltsplans 2026 soll der Stadtverordnetenversammlung am 1. Oktober 2026 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Stimmt das Stadtparlament der Änderung zu, hat die Kommunalaufsicht des Kreises Groß-Gerau nach Angaben der Stadt eine zeitnahe Genehmigung des Haushalts in Aussicht gestellt.
Für Bürgermeister Rendel ist die Entwicklung auch ein Signal an die Bevölkerung: „Wir haben von Beginn an darauf gesetzt, die finanzielle Situation mit Augenmaß und ohne reflexartige Belastungen für die Menschen zu lösen. Dieses Ziel haben wir erreicht: Keine Erhöhung der kommunalen Steuern, kein Haushaltssicherungskonzept und gleichzeitig die Aussicht auf einen genehmigten Haushalt. Das ist ein starkes Ergebnis für Raunheim.“
Damit ist die endgültige Genehmigung des Haushalts allerdings noch an die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung im Oktober geknüpft.








