Stadtverwaltung Mainz. Die Zeit der geschlossenen Türen ist vorbei. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Mainz fünf Werktage lang unter 100 gesunken ist, dürfen sowohl das Gutenberg-Museum als auch das Naturhistorische Museum ab dem morgigen Donnerstag, 27. Mai, wieder Gäste begrüßen.

„Es erscheint mir fast wie ein Traum, dass die unfassbar langen sieben Monate des Lockdowns nun vorüber sind und die beiden städtischen Häuser ihre Ausstellungsstücke wieder zeigen können“, freut sich Kulturdezernentin Marianne Grosse.

Es warten einige Leckerbissen

Das Gutenberg-Museum präsentiert anlässlich seiner Wiedereröffnung in einer kleinen Kabinettausstellung die „Werke von Geoffrey Chaucer“ als einer der wichtigsten Veröffentlichungen von William Morris (1834-96) mit weiteren Druckwerken aus der Kelmscott Press.

Die Direktorin, Dr. Annette Ludwig, sagt zu diesem „Eröffnungs-Schmankerl“: „Die in London ansässige William Morris Society bewahrt und pflegt das Erbe dieses bedeutenden englischen Buchkünstlers. Selbstverständlich kooperiert das Gutenberg-Museum mit den englischen, amerikanischen und japanischen Kollegen und bereichert die Jubiläumsveranstaltungen durch eine eigens eingerichtete Kabinettausstellung aus den umfangreichen Beständen der eigenen Sammlung! Dieses Highlight ist ein schöner Auftakt zum Neustart.“

Zudem zeigt das Haus noch bis Sonntag, 13. Juni, die Sonderausstellung „Mein Lieblingsbuchstabe ist das Q. Gerhard Steidl“, mit der das Gutenberg-Museum die Verleihung des Gutenberg-Preises 2020 an den renommierten Drucker und Verleger und seinen 70. Geburtstag würdigt. Inzwischen sind auch die aus Brandschutzgründen erforderlichen umfangreichen Baumaßnahmen weitgehend abgeschlossen, ab Freitag ist auch die Ostasien-Abteilung im Erweiterungsbau wieder zugänglich.

Auch das Team des Naturhistorischen Museums hat sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung gewartet

„Es ist eines unserer größten Anliegen, den Wert der natürlichen Vielfalt und die Bedeutung des Menschen als Teil der Natur zu vermitteln“, sagt Direktor Dr. Bernd Herkner und betont: „Ein solches Verständnis für die Umwelt hilft nicht zuletzt sogar beim Begreifen der Pandemie-Situation.“

Im Naturhistorischen Museum gibt es 100 Minuten Zeitfenster zum reduzierten Eintrittspreis – und wer noch extra-Programm möchte, kann eine Mini-Führung buchen. Auch das Gutenberg-Museum bietet Mini-Führungen an. In beiden Häusern gewährleisten sorgfältig ausgearbeitete Hygienekonzepte einen herzlichen, unbeschwerten und sicheren Aufenthalt: So ist die Zahl der Besucher begrenzt, es gelten die bekannten Hygiene- Abstands- und Maskenregeln, die Voranmeldung, auch vor Ort möglich, ist erforderlich und die Kontaktdaten werden erfasst. Der Nachweis einer vollständigen Impfung oder eines negativen Coronatests ist aber nicht erforderlich.

Anmeldungen:

Gutenberg-Museum: Tel. 06131-12-3411

Naturhistorisches Museum: Tel. 06131-12 29 13