Die Warenhauskette Galeria stellt insgesamt 33 ihrer Filialen auf den Prüfstand. Gelingt in den kommenden Verhandlungen keine Einigung mit den jeweiligen Vermietern über reduzierte Mieten und verkleinerte Flächen, droht den betroffenen Häusern die endgültige Schließung. Geschäftsführer Tilo Hellenbock stellte klar: „Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten.“ Wann die finalen Entscheidungen über die Zukunft der einzelnen Warenhäuser fallen werden, ließ das Unternehmen bislang offen.
Diese 33 Galeria-Filialen sind aktuell betroffen
Die Liste der Prüffälle zieht sich durch fast das gesamte Bundesgebiet:
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Baden-Württemberg: Freiburg (Europaplatz), Heilbronn, Mannheim, Offenburg, Singen
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Bayern: Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen, München (Rotkreuzplatz), Würzburg
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Berlin: Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm, Spandau
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Brandenburg: Potsdam
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Hamburg: Eimsbüttel
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Hessen: Bad Homburg, Limburg an der Lahn
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Mecklenburg-Vorpommern: Wismar
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Niedersachsen: Braunschweig, Oldenburg
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Nordrhein-Westfalen: Euskirchen, Kleve, Köln (Breite Straße, Hohe Straße, Nippes), Mülheim (Rhein-Ruhr Zentrum), Münster (Salzstraße)
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Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, Speyer
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Sachsen-Anhalt: Magdeburg
Verhandlungen mit Vermietern sollen Standorte sichern
Nach Angaben des Unternehmens stehen nun Nachverhandlungen mit den Immobilieneigentümern an. Das Ziel sind neue Mietkonditionen und flexiblere Flächenkonzepte. Als zentrale Kriterien für das Überleben einer Filiale nennt Galeria die derzeitige Miethöhe im Verhältnis zum erzielten Umsatz.
Doch der Blick richtet sich nicht nur auf die 33 Wackelkandidaten: Auch an den verbleibenden 50 Standorten sucht der Konzern das Gespräch mit den Vermietern, um Optimierungen durchzusetzen. Parallel prüft das Management Umzüge in besser geeignete Immobilien sowie an ausgewählten Orten gar Neueröffnungen.
Millionen-Kredit an harte Sanierungsauflagen geknüpft
Der finanzielle Druck auf das Traditionsunternehmen ist hoch. Erst kürzlich sicherte sich Galeria zwar eine neue Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro bei der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers – die Auszahlung ist jedoch an strenge Auflagen gebunden. Der vereinbarte Sanierungsplan sieht die Schließung unrentabler Filialen ausdrücklich vor. Bereits im Juni war bekannt geworden, dass etwa 30 der damals noch 83 Warenhäuser als besonders gefährdet eingestuft wurden.






