Ein fordernder Donnerstagabend (25. Juni 2026) liegt hinter den Rettungskräften in der Verbandsgemeinde Rüdesheim. Innerhalb von nur anderthalb Stunden wurden die lokalen Feuerwehren zu zwei völlig unterschiedlichen Einsätzen alarmiert.
Erster Einsatz in Hargesheim für die Feuerwehren der VG Rüdesheim
Der erste Alarm schrillte gegen 17:40 Uhr. Im Gewerbegebiet „Auf dem Rullstein“ in Hargesheim waren eine Hecke sowie trockenes Gestrüpp in Brand geraten. Dem schnellen und mutigen Handeln von Anwohnern ist es zu verdanken, dass sich das Feuer bei der aktuellen Trockenheit nicht zu einem großen Flächenbrand ausweitete. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr rückten mehrere Personen den Flammen mit Feuerlöschern zu Leibe und konnten den Brand vollständig unter Kontrolle bringen.
Bei den Löschversuchen zog sich jedoch eine Person eine Rauchgasvergiftung zu. Sie musste von der Besatzung eines nachgeforderten Rettungswagens medizinisch versorgt werden. Die angerückte Feuerwehreinheit Hargesheim-Roxheim kontrollierte unter der Leitung von Gruppenführer Patrick Webler die betroffene Brandstelle intensiv mit einer Wärmebildkamera und wässerte die umliegende Fläche ausgiebig, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Oberhausen: Pkw kippt auf die Seite – Fahrerin eingeschlossen
Kaum war dieser Einsatz beendet, folgte gegen 19:10 Uhr ein Unfall auf der Luitpoldbrücke in Oberhausen. Eine Autofahrerin war dort mit ihrem Skoda gegen einen Begrenzungsstein geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls kippte das Fahrzeug um und blieb auf der Fahrerseite liegen. Die verletzte Frau war in dem Wrack eingeschlossen und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien.
Die alarmierten Feuerwehren aus Oberhausen und Duchroth sicherten die Unfallstelle ab, stabilisierten den instabilen Pkw gegen weiteres Umkippen und stellten den Brandschutz sicher. Um dem Notarzt und dem Rettungsdienst einen schnellen Zugang zur Erstversorgung der Patientin zu ermöglichen, entfernten die Wehrleute die Frontscheibe des Autos. Für die eigentliche technische Rettung wurde im Anschluss die Rückbank des Fahrzeugs demontiert. Die Feuerwehrleute befreiten die Frau schließlich schonend nach hinten aus dem Innenraum und lagerten sie auf einem sogenannten Spineboard (Rettungsbrett) an den Rettungsdienst um.
Hubschrauberlandung auf der Brücke und Vollsperrung
Aufgrund des Meldebildes landete zudem der ADAC-Rettungshubschrauber aus Mainz direkt auf der Luitpoldbrücke. Nach der Stabilisierung vor Ort konnte der Transport der Patientin ins Krankenhaus nach Meisenheim jedoch bodengebunden mit einem Rettungswagen erfolgen.
Während der anspruchsvollen Rettungsmaßnahmen war die Landesstraße 235 zwischen Oberhausen und Niederhausen für den Verkehr komplett voll gesperrt. Im Einsatz befanden sich insgesamt 32 Feuerwehrkräfte der Einheiten Oberhausen, Duchroth, Odernheim und Hallgarten sowie die Wehrleitung und der Führungsdienst unter der Gesamtleitung von Wehrleiter Christian Vollmer. Gegen 20:30 Uhr konnte der Einsatz offiziell beendet werden.










