Am Samstagvormittag (11. Dezember 2021) kam es gegen 10:15 Uhr zu einem Großeinsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei in der Grabenstraße in Rüsselsheim. Insgesamt vier Personen wurden schwer verletzt.


Gas war aus einem Kochherd entströmt

Bewohner einer Wohnung im dritten Stock hatten über Schwindel und Atemnot geklagt und daraufhin die Rettungsleitstelle alarmiert. Durch die eintreffende Feuerwehr wurde ein in der Küche der Wohnung betriebener Gasherd als Quelle ausgemacht. Aufgrund bislang noch unbekannter Ursache kam es während des Kochens in der kleinen Wohnung vermutlich zu einer Verdrängung des Luftsauerstoffs. Dabei reicherte sich die Luft immer weiter mit Kohlenmonoxid an. In dem Haus sind insgesamt 106 Personen gemeldet.

Klinik hatte keine Kapazitäten frei

Die Feuerwehr musste aufgrund der kritischen Situation einige Bewohner aus umliegenden Wohnungen evakuieren und hierzu auch einige der Wohnungen öffnen. Die vier Personen einer Familie im Alter von 9 bis 50 Jahren konnten von der Feuerwehr gerettet und in schwer verletztem aber stabilem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Da das Krankenhaus allerdings keine Kapazitäten mehr frei hatte, wurden die Schwerverletzten in eine Klinik nach Regensburg geflogen.

Die Kriminalpolizei nahm vor Ort die Ermittlungen auf. Ein Verschulden Dritter wird nach jetzigem Stand ausgeschlossen. Eingesetzt waren die Feuerwehr Rüsselsheim mit sechs Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften, der Rettungsdienst und die Polizei mit jeweils zwei Wagen und entsprechender Besatzung. Der Einsatz konnte gegen 12:00 Uhr beendet werden.