Am Samstagmittag (27. November 2021) kam es gegen 12:00 Uhr zu einem erneuten Feuerwehreinsatz im Gewerbegebiet „Schindberg“ in Bischofsheim. Schon wieder hatten dort Batterien für Elektrofahrzeuge gebrannt. BYC-News war vor Ort.


Batterien wurden in Wasserbäder gelegt

Erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (26. November 2021) waren über 100 Einsatzkräfte dort mehrere Stunden im Einsatz. Bei der Nachkontrolle am Samstag fiel auf, dass schon wieder mehrere Batterien brannten. „Die Maßnahmen sind jetzt, dass wir zwei wasserdichte Wannen angefordert haben. Die brennenden Batterien werden dann in die Wannen eingesetzt, welche anschließend geflutet wurden“, erklärte Ingo Kalweit, Bürgermeister von Bischofsheim vor Ort gegenüber BYC-News.

 Brennende Batterien lassen sich nicht löschen

„Das Problem ist, dass sich Batterien auf technische Weise eigentlich nicht löschen lassen, egal ob mit Wasser oder mit Schaum. Man kann die Temperatur zwar senken und damit das Gefahrenpotential minimieren aber sie werden nicht aufhören im Inneren zu glühen. Die einzige Möglichkeit ist es, die Batterien für rund 10 bis 14 Tage in einem Wasserbad zu lagern. Erst dann sind die Batterien ausgeglüht und es besteht keine Gefahr mehr“, erklärt Kalweit weiter.

Das Gebäude darf nicht mehr genutzt werden

Es habe mit dem Gebäude und den diversen darin ansässigen Firmen Probleme gegeben. Besonders das Gebäude habe sich als besonders dramatisch herausgestellt, da bei dem ersten Einsatz zwei Tage zuvor aufgefallen sei, dass die gesamte brandtechnische Anlage des Gebäudes außer Betrieb gesetzt war. Der Bürgermeister hatte daher am Freitagmorgen das Kreisbauamt informiert, welches daraufhin eine Nutzungsuntersagung für das gesamte Gebäude verfügt hat.

Im Einsatz waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg sowie 12 Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk Groß-Gerau, vier Rettungssanitäter vom DRK Mainspitze und eine Polizeistreife.