StartBlaulicht BundesweitDrohnen-Anschlag in Leipzig war offenbar Militäroperation

Drohnen-Anschlag in Leipzig war offenbar Militäroperation

Neue Erkenntnisse zum Drohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig

Nach dem spektakulären Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf dem Flugfeld am Flughafen Leipzig haben sich die Hinweise auf eine hochkomplexe, militärisch koordinierte Terroroperation verdichtet. Die ermittelnde Bundesanwaltschaft und Sicherheitsexperten gehen mittlerweile davon aus, dass bei dem versuchten Anschlag in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mindestens zwei Drohnen parallel im Einsatz waren. Während eine Spreng-Drohne am Boden positioniert wurde, hielt ein zweites, bisher unentdecktes Fluggerät mutmaßlich als eine Art Mutterschiff und Relais-Station Sichtkontakt zum Zielareal. Dieses taktische Fluggerät sollte nach bisherigen Erkenntnissen der Risikoanalyse Live-Bilder und Steuerungssignale in Echtzeit an das Bedienerteam übertragen.

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Frachtmaschine kollidiert mit mutmaßlicher Operationsdrohne

Die Rekonstruktion der Ereignisse zeigt, wie knapp der Flughafen Leipzig einer Katastrophe entging. Ein Busfahrer des Flughafens hatte die mit dem Plastiksprengstoff Semtex und einem Zusatzakku präparierte Drohne knapp über dem Erdboden entdeckt und Geistesgegenwärtig entschärft beziehungsweise beiseite gekickt. Als der Flugbetrieb daraufhin umgehend gestoppt wurde, musste eine landende DHL-Transportmaschine ein Durchstartmanöver einleiten. Während dieses Manövers kollidierte das Frachtflugzeug kurz über dem Flugfeld mit einem bislang nicht identifizierten Flugobjekt. Die Ermittler vermuten, dass es sich dabei genau um jene zweite Operationsdrohne handelte, wodurch der geplante Terroranschlag endgültig außer Kontrolle geriet und scheiterte.

Fahndung nach den Drohnen-Piloten läuft auf Hochtouren

Aufgrund der technischen Komplexität des eingesetzten Zwei-Drohnen-Systems schließen die Behörden ein Handeln von Amateuren nahezu aus. Das koordinierte Zusammenspiel aus Relais-Übertragung, Aufklärung und Sprengsatzsteuerung erfordere milieuspezifisches Fachwissen sowie eine präzise zeitliche Abstimmung. Es wird vermutet, dass ein eingespieltes Täterteam die Fluggeräte aus der unmittelbaren Umgebung des Leipziger Geländes gesteuert hat. Die Fahndung nach den unbekannten Drohnen-Piloten sowie die intensive Suche nach weiteren Trümmerteilen im Umkreis des Flughafens dauern an.