Gemeinsam mit einem Vertreter der Opel Automobile GmbH hat die Stadt Rüsselsheim am Main eine weitere Ladefarm mit 190 Ladepunkten am Grundweg in Betrieb genommen. Sie ist die dritte und damit letzte Ladefarm, die innerhalb des vom Bund geförderten Ladeinfrastrukturaufbauprogramms „Electric City Rüsselsheim“ an das Netz geht.


Die örtliche Lage ist auch ideal für die zunehmend wachsende Gruppe der Opel-Mitarbeitenden

Der Ladepark befindet sich auf einem öffentlichen Parkplatz unmittelbar hinter dem Adam-Opel-Haus, der Unternehmenszentrale von Opel und Stellantis Deutschland und liegt nur wenige Gehminuten von der Innenstadt und vom Bahnhof entfernt. „Die örtliche Lage ist auch ideal für die zunehmend wachsende Gruppe der Opel-Mitarbeitenden, die ein elektrisch betriebenes Fahrzeug von Stellantis fahren. Inzwischen ist schon jedes fünfte von Stellantis an seine Mitarbeiter verkaufte Auto elektrisch betrieben“, erklärt Lars Steinweg, der bei Stellantis in Rüsselsheim den Aufbau der Elektroladeinfrastruktur für Mitarbeiter als Hauptansprechpartner der Stadt Rüsselsheim verantwortet. Dr. Dominik Düber vom Amt für Umwelt und Klimaschutz der Stadt Rüsselsheim am Main ergänzt: „Der Standort ist aber natürlich auch für alle anderen perfekt. Insbesondere für Bürgerinnen und Bürger, die elektrisch zum Einkaufen in die Innenstadt fahren. Aber auch für Pendlerinnen und Pendler, die vom nahegelegenen Hauptbahnhof mit dem Zug zur außerhalb von Rüsselsheim gelegenen Arbeit fahren.“

Der Standort weist insgesamt 96 Ladestationen mit Wechselstrom (AC) auf, die 190 Parkplätze mit dem notwendigen Ladestrom für Elektrofahrzeuge versorgen. Mit neun barrierefreie Ladeparkplätzen, die deutlich breiter sind und die Ladestationen so aufgestellt sind, sodass eine niedrigere Bedienhöhe erreicht werden konnte, berücksichtigt die Stadt Rüsselsheim auch die Bedürfnisse von Elektrofahrerinnen und -fahrern mit körperlichen Einschränkungen. An ausgewählten Ladesäulen kann mit einer Ladeleistung von bis zu 22 Kilowatt geladen werden. Abhängig von der Ladeleistung der Ladestation, der Kapazität des Akkus und der Ladetechnik des Elektroautos liegt die Ladedauer dabei zwischen zwei und vier Stunden. Dass dies nicht nur theoretische Werte sind, zeigte ein erster Ladetest mit stadteigenen Elektroautos. Dafür hatte die Stadtverwaltung zwei neue e-Vivaros von Opel an die Ladesäulen der frisch in Betrieb genommenen Ladefarm angeschlossen und geladen. Diese ergänzen nach einer Ausschreibung seit Dezember 2021 den Fuhrpark der Stadt Rüsselsheim, der inzwischen zehn batteriebetriebene Elektrofahrzeuge umfasst.

Nach dem Betriebsstart am Grundweg sind noch geringfügige Restarbeiten zu erledigen

Dies betrifft die nördlichsten neun Ladepunkte, die zwar funktionstüchtig sind, aber noch von Bestandspollern und Schildern blockiert sind. Diese werden im Lauf des Februars entfernt. Auch folgt in den nächsten Wochen die ordnungsgemäße Beschilderung, die rechtlich erforderlich ist, um Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor das Parken an der Ladesäule untersagen zu können.

Mit dem Abschluss des Aufbaus der drei Ladefarmen mit insgesamt 542 öffentlichen Ladepunkten schreitet auch der flächendeckende Aufbau von Ladestationen im Stadtgebiet voran. Von den insgesamt geplanten rund 125 Ladesäulen hat die Stadt bislang 50 (100 Ladepunkte) aufgestellt und in Betrieb genommen. Diese finden sich vor allem in den Stadtteilen Haßloch (16 Ladesäulen in Haßloch Nord, drei in Alt-Haßloch), Bauschheim (18) und Königstädten (neun). Bis zum Sommer sollen dann alle rund 800 öffentlichen Ladepunkte im Betrieb und verfügbar sein. „Bezogen auf die Einwohneranzahl wird Rüsselsheim am Main mit weiteren 46 öffentlichen Ladepunkten im Stadtgebiet, die nicht zum Projekt Electric City zählen, die bis dahin höchste Ladesäulendichte in Deutschland haben“, erklärt Magnus Schäfer, der das Projekt für die Stadtverwaltung leitet. In absoluten Zahlen gemessen landet Rüsselsheim nach Berlin, München und Hamburg bundesweit auf Platz vier.

Für die Betriebsführung der Ladestationen sind im Auftrag der GP Joule Connect die Stadtwerke Rüsselsheim zuständig. Ladekarten erhalten Fahrerinnen und Fahrer von E-Fahrzeugen unter anderem in den Kundenzentren der Stadtwerke. Darüber hinaus stehen über den Roamingverbund ladenetz.de auch noch andere Tarife und Anbieter zur Auswahl.