Am Donnerstagnachmittag (16. April 2026) kam es zu einem Arbeitsunfall in Runkel (Limburg-Weilburg). In einer örtlichen Lederfabrik und Pelzgerberei kamen drei Menschen ums Leben, zwei weitere kämpfen derzeit in Krankenhäusern um ihr Leben.
Fund in der Klärgrube nach Arbeitsunfall in Runkel
Gegen Nachmittag machte ein Mitarbeiter der Fabrik eine schreckliche Entdeckung: Er fand fünf Kollegen reglos in einer Grube der Gerberei. Sofort wurde ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert.
Erste Vermutungen nach lassen auf eine Kohlenmonoxidvergiftung schließen. Die Feuerwehr vermutet zudem, dass chemische Dämpfe innerhalb der Grube ursächlich für das Unglück sein könnten. In dieser Grube werden Endprodukte der Gerberei gesammelt, die gefährliche Gase entwickeln können.
Großeinsatz und Dekontamination
Rund 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr sowie drei Rettungshubschrauber waren vor Ort. Da in dem Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet wird, mussten besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden. Etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte, die direkten Kontakt zu den Opfern hatten, mussten durch speziell aufgebaute Schleusen dekontaminiert und vorsorglich untersucht werden. Es soll jedoch keinen Gefahrstoffaustritt aus dem Gebäude gegeben haben. Für die Bevölkerung bestand durch den Arbeitsunfall in Runkel zu keiner Zeit ein Risiko.
Am Freitag hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Im Fokus steht nun die Klärung der genauen Todesursache sowie die Frage, wie es zu der tödlichen Gaskonzentration in der Grube kommen konnte. Der betroffene Bereich bleibt für die Untersuchungen vorerst gesperrt.





