StartMainzDienstwagen-Check der DUH: Rote Karte für Rheinland-Pfalz

Dienstwagen-Check der DUH: Rote Karte für Rheinland-Pfalz

Beim 20. Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe landet Rheinland-Pfalz im Ländervergleich auf Platz acht

Die Dienstwagen der Landesregierung in Mainz setzen weitgehend auf Verbrennungsmotoren, die Quittung dafür bekam die Landesregierung beim aktuellen 20. Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nun deutlich: Im bundesweiten Ländervergleich landet Rheinland-Pfalz lediglich auf Platz 8 und wird von der Umweltorganisation mit der „Roten Karte“ abgestraft.

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Das Problem der Dienstwagen in Mainz: Die Plug-in-Hybrid-Falle

Der Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der Mainzer Regierungsmannschaft liegt in der Wahl der Antriebsart. Ein Großteil des rheinland-pfälzischen Kabinetts nutzt Plug-in-Hybride. Die DUH stuft diese Fahrzeuge in ihrem Realtest deutlich kritischer ein als die offiziellen Herstellerangaben.

Da Plug-in-Hybride in der Praxis überwiegend mit dem Verbrennungsmotor gefahren und nur selten geladen werden, liegen die realen CO₂-Emissionen um ein Vielfaches höher als auf dem Papier. DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz kritisierte den bundesweiten Trend zu Hybriden und Verbrennern im Jahr 2026 als „völlig absurd“.

Ausnahmen bei den Dienstfahrzeugen im Kabinett: Umwelt- und Innenressort zeigen, wie es geht

Dass es auch klimafreundlicher geht, beweisen zwei Ressorts im Land. Einzig Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider sowie Innenminister Achim Schwickert erhielten für ihre Dienstwagen eine „Grüne Karte“. Beide Minister setzen auf reine Elektrofahrzeuge und bleiben damit unter dem EU-Flottengrenzwert von 93,6 Gramm CO₂ pro Kilometer.

Für den Rest der Landesregierung, einschließlich der Spitze der Staatskanzlei unter Ministerpräsident Gordon Schnieder, reichte der CO₂-Fußabdruck hingegen nur für die Rote Karte.

Blick auf künftige Beschaffungen von Dienstwagen

Das Ergebnis setzt die Landesregierung nun bei künftigen Fuhrparkentscheidungen unter Zugzwang, denn Rheinland-Pfalz hat sich gesetzlich verpflichtet, bis spätestens 2040 klimaneutral zu werden. Wenn der Fuhrpark der eigenen Ministerien diesen Vorgaben hinterherhinkt, gerät die Vorbildfunktion ins Wanken.