Im Winter frierend in der Wohnung sitzen: Eine kaputte Heizung ist bei eisigen Temperaturen besonders unangenehm. Jeder Dritte in Deutschland (30 Prozent) hat bereits einen Heizungsausfall erlebt und saß dadurch in der kalten Wohnung. Das ergab eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas e.V. (DVFG).

Ein Zwischenfall wie dieser ist nicht nur ärgerlich. Fließt kein warmes Heizungswasser mehr durch die Rohre, steigt die Gefahr, dass sie gefrieren und dadurch beschädigt werden. Doch wie sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher verhalten? „Die richtige Lösungsstrategie, hängt von der Art der Störung ab“, sagt Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas. „Einige Probleme lassen sich selbst lösen, bei anderen kann nur ein Fachbetrieb helfen.“ Der Experte gibt Tipps, wie sich die Heizungsprobleme lösen lassen, die in der Umfrage am häufigsten genannt wurden.

Komplettausfall der Heizung: Ein Fall für den Fachbetrieb

Draußen ist es eisig kalt – drinnen leider auch: Wie die Umfrage zeigt, haben bereits 30 Prozent der Befragten einen Heizungsausfall erlebt und saßen dadurch in der kalten Wohnung. Handelt es sich um eine Mietwohnung ist der Fall klar: „Mieterinnen und Mieter sollten bei einem Heizungsausfall unverzüglich ihre Vermieterin oder ihren Vermieter kontaktieren“, rät Markus Lau.

„Diese sind für die Reparatur der Heizungsanlage verantwortlich und müssen schnellstmöglich einen Fachbetrieb damit beauftragen.“ Denn: In der Heizperiode vom 1. Oktober bis zum 30. April hat die mietende Partei Anspruch, dass in der Wohnung bestimmte Mindesttemperaturen erreichbar sind. Diese liegen tagsüber zwischen 20 und 22 Grad, nachts bei mindestens 18 Grad. Eigentümerinnen oder Eigentümer einer Immobilie sollten sich bei einem Komplettausfall der Heizungsanlage ebenfalls schnellstmöglich an den Installateur oder den Kundendienst ihres jeweiligen Heizungsherstellers wenden.

Heizung wird nicht richtig warm: Selber entlüften kann helfen

Ein weiteres Ärgernis im Winter: Die Heizung wird nicht richtig warm. Laut Umfrage haben das 30 Prozent der Befragten bereits erlebt. Das Problem, das manchmal auch mit einem Gluckern der Heizung einhergeht, lässt sich meist relativ einfach selbst lösen. „Bleibt die Heizung selbst bei voll aufgedrehtem Thermostat nur lauwarm, liegt es häufig daran, dass sich Luft im Heizungssystem befindet.

Da Luft die Wärme schlechter leitet als Wasser, arbeiten schlecht belüftete Heizkörper ineffizient und verursachen höhere Energiekosten“, sagt Markus Lau. Mit dem richtigen Lüftungsschlüssel aus dem Baumarkt, können Verbraucherinnen und Verbraucher die Heizung selbst entlüften. Wichtig: Anschließend unbedingt noch einmal den Wasserdruck der Heizungsanlage prüfen und bei zu geringen Werten Wasser nachfüllen. Besteht das Problem nach dem Entlüften immer noch, sollte eine Fachkraft für Sanitär und Heizung verständigt werden.

Heizung macht Geräusche: Reparatur dem Fachbetrieb überlassen

Die Heizung klackert, klopft, brummt oder quietscht: Solche oder ähnliche merkwürdigen Geräusche hat laut Umfrage bereits jeder Fünfte (20 Prozent) erlebt. Die Gründe für den ungewollten Heizungssound können unterschiedliche Ursachen haben. „Ein Klopfen oder Brummen könnte auf ein Installationsproblem hindeuten – etwa ein falsch eingestelltes Überströmventil, eine defekte Umwälzpumpe oder Heizungsrohre, die sich berühren oder locker sind. Hier kann nur ein Fachbetrieb helfen“, sagt Markus Lau.

Extra-Tipp: Mit der Wartung nicht warten

Auch wenn die Heizung aktuell tadellos läuft, gilt: Eine regelmäßige Wartung ist der beste Schutz vor Defekten. „Besonders wartungsarm sind Flüssiggas-Heizungen, da der Energieträger sehr sauber verbrennt. Trotzdem sollte alle zwei Jahre ein Fachbetrieb die Heizungsanlage überprüfen. So lassen sich Schwachstellen und kleinere Fehler schnell entdecken und beheben. Damit sinkt das Risiko eines überraschenden Heizungsausfalls im Winter“, sagt Markus Lau.

Quelle: Deutscher Verband Flüssiggas e.V.