Erneuter Rückschlag für das Mainzer Biopharma-Unternehmen BioNTech: Der Hoffnungsträger BNT113 hat in einer wichtigen Spätphasen-Studie zur Behandlung von Kopf-Hals-Krebs eines seiner Hauptziele verfehlt.
Trotz des Dämpfers führen die Forscher die Studie weiter fort, um das Gesamtüberleben der Patienten weiter zu untersuchen.
Wie das Unternehmen bekannt gab, konnte der mRNA-basierte Therapie-Kandidat BNT113 in einer klinischen Phase-3-Studie bei der Behandlung von fortgeschrittenem Kopf-Hals-Krebs das angestrebte progressionsfreie Überleben der Patienten nicht statistisch eindeutig verbessern.
In der Studie wurde die Wirkungsweise von BNT113 in Kombination mit dem etablierten Krebsmedikament Pembrolizumab im Vergleich zu einer reinen Monotherapie überprüft.
BioNTech: Studie wird trotz Dämpfer fortgesetzt
Trotz des verfehlten Teilziels gibt BioNTech das Forschungsprojekt noch nicht auf, gemäß dem festgelegten Studiendesign wird die Untersuchung fortgeführt, um den zweiten primären Endpunkt zu bewerten.
Sollte BNT113 in dieser Messgröße eine deutliche Verlängerung der Lebenszeit zeigen, könnte die Studie trotz des ersten Fehlschlags noch als Erfolg gewertet werden, das Unternehmen betont, dass das Potenzial des Behandlungsansatzes zur Verlängerung des Lebens der Betroffenen vollständig ausgeschöpft werden soll.
Zweiter Dämpfer innerhalb weniger Wochen
Der Vorfall reiht sich in eine schwierige Phase für die Mainzer Krebsforschung ein, denn bereits Ende August musste BioNTech eine Phase-2-Studie zu einem personalisierten Impfstoffkandidaten gegen Darmkrebs vorzeitig einstellen, dass nun ein weiterer Hoffnungsträger der mRNA-Pipeline ins Straucheln gerät, sorgt für Verunsicherung unter den Anlegern.
Der geplante Wandel des Unternehmens von einem Corona-Impfstoffpionier hin zu einem führenden Onkologie-Spezialisten erweist sich als langwierig und von Rückschlägen geprägt, während US-Mitbewerber wie Moderna zuletzt Fortschritte bei Krebsimpfstoffen vermelden konnten, gerät das Mainzer Unternehmen an den Finanzmärkten unter Druck.
Für den Standort Mainz bleibt die Entwicklung bei BioNTech von zentraler Bedeutung. Trotz der aktuellen Herausforderungen investiert das Unternehmen weiterhin massiv in die Erforschung neuartiger Krebstherapien, um langfristig den Durchbruch in der Immuntherapie zu erzielen.






