StartRhein-SelzBarrierefreie Führung im Oppenheimer Kellerlabyrinth

Barrierefreie Führung im Oppenheimer Kellerlabyrinth

Kulturelle Teilhabe an einem Ort, der Geschichte durch seine Akustik, Atmosphäre und alten Gemäuer mit allen Sinnen erfahrbar macht

Geschichte entdecken und gemeinsam Neues erleben – unabhängig von körperlichen Einschränkungen: Dass dies auch in den historischen Gewölben Oppenheims gelingt, bewies eine besondere barrierefreie Untergrundführung am 22. Juli 2026. Vertreter des Heimbeirates der Nieder-Ramstädter Diakonie, des Inklusionsbeirates der Verbandsgemeinde Rhein-Selz sowie des Senioren- und des Inklusionsbeirates der Stadt Oppenheim erkundeten gemeinsam das unterirdische System.

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Initiatoren der barrierefreien Führung im Kellerlabyrinth schaffen Grundlagen für mehr Teilhabe

Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen war der Zugang zu diesem Teil der Stadtgeschichte bislang oft mit Hürden verbunden. Das barrierefreie Führungsangebot setzt hier an und ermöglicht kulturelle Teilhabe an einem Ort, der Geschichte durch seine Akustik, Atmosphäre und alten Gemäuer mit allen Sinnen erfahrbar macht.

Den Anstoß für das Projekt gab ein gemeinsamer Austausch zwischen dem Ehepaar Völker, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Oppenheim, Stephan Arnold und der Vorsitzenden des städtischen Inklusionsbeirates, Barbara Enke. Aus dieser Initiative entstand das Konzept, die Unterwelt für Menschen mit Beeinträchtigungen gezielt zu öffnen.

„Inklusion bedeutet, Erlebnisse für alle Menschen zugänglich zu machen. Genau das ist hier gelungen“, betont Sina-Katharina Scherer, Vorsitzende des Inklusionsbeirates der Verbandsgemeinde Rhein-Selz.

Durchdachtes Konzept für ein entspanntes Führungserlebnis

Ein besonderer Dank der Teilnehmenden galt dem Ehepaar Völker sowie Gästeführer Martin Fry, der den historischen Untergrund mit anschaulichen Erzählungen näherbrachte.

Besonders positiv wurde hervorgehoben, dass die Führung Rastmöglichkeiten im großen Gewölbe einbindet – dort, wo sonst das Theaterstück „Dinner for One auf Rheinhessisch“ aufgeführt wird. Dadurch konnten auch Personen, denen längeres Stehen schwerfällt, den Ausführungen in entspannter Sitzhaltung folgen.

„Die barrierefreie Untergrundführung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Inklusion in der Praxis funktionieren kann – nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlicher Teil unseres kulturellen Angebots“, resümiert Barbara Enke. Die Teilnehmenden hoffen nun, dass die barrierefreien Touren künftig fest verankert bleiben und vielen weiteren Gästen den Zugang zur Oppenheimer Geschichte ermöglichen.