Am frühen Sonntagmorgen (9. Januar 2022) wurden gegen 4:00 Uhr zahlreiche Einsatzkräfte in die Alzeyer Straße / Ecke Langgasse nach Gensingen alarmiert. Grund dafür war eine Geldautomatensprengung. BYC-News war am Sonntagmorgen vor Ort.


Die gesamte Bankfiliale wurde zerstört

Nur wenige Tage nach der Geldautomatensprengung in Mainz-Mombach am 30. Dezember 2021 hatten es erneut Kriminelle auf einen Geldautomaten in Rheinhessen abgesehen. Die Täter hatten gegen kurz vor 4:00 Uhr einen Geldautomaten der Mainzer Volksbank gesprengt. Geld konnten die Täter nach Angaben der Polizei nicht erbeuten. Sie traten die Flucht wahrscheinlich mit einem silberfarbenen BMW in Richtung Trier an.

Durch die Explosion kam es zu enormen Gebäudeschäden, sämtliche Wände und Fenster in der Bankfiliale sind zerstört, die Glassplitter zum Teil 100 Meter weit geflogen. Auch die Außenfassade der Filiale wurde durch die massive Explosion nach außen gedrückt. Zudem sind die Fensterscheiben am Gebäude gegenüber der Bank gesprungen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Der Einsatz dauert noch an

Der Bereich wurde abgesperrt und der Brandschutz sichergestellt. Im weiteren Verlauf wurde auch das Technische Hilfswerk Bingen angefordert. Durch die Polizei konnte nach drei Stunden eine Entwarnung gegeben werden, weitere Gefahr bestand nicht mehr.  Eine Evakuierung war demnach nicht mehr notwendig. Die Feuerwehr Gensingen konnte ihren Einsatz gegen 8:00 Uhr beenden.

Die Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk sind auch um 10:15 Uhr noch vor Ort um das Gebäude zu sichern, zu verschalen und die Wände abzustützen. Auch die Kriminalpolizei und die Spurensicherung sind noch vor Ort im Einsatz. Über das Sprengmittel oder die Schadenshöhe können die Einsatzkräfte zunächst keine Auskunft erteilen.

Wie Anwohner vor Ort gegenüber BYC-News berichteten, hätten die Täter die Filiale betreten und in den Innenräumen noch versucht, den Tresor zu sprengen. Es habe also mindestens drei Explosionen gegeben. Ob dies gelungen sei, könne man jedoch nicht sagen.

Die Polizei sucht nach Zeugen

Die Kriminalpolizei in Mainz hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten sich mit der Kriminalpolizei unter der Nummer 06131 – 653635 in Verbindung zu setzen.

Im Einsatz waren:

  • die Freiwillige Feuerwehr Sprendlingen
  • die Freiwillige Feuerwehr Gensingen
  • der Rettungsdienst Corneli GmbH
  • der ASB-Kreisverband Mainz-Bingen
  • der Malteser Hilfsdienst Waldalgesheim
  • der leitende Notarzt
  • der organisatorische Leiter Rettungsdienst
  • mehrere Streifen der Polizei
  • Sprengstoffexperten
  • das Technische Hilfswerk Bingen
  • das Technische Hilfswerk Mainz
  • Förderverein des Katastrophenschutzes Stadt Mainz & Landkreis MZ-Bingen e.V.

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