Sie werden von vielen dringlich herbeigewünscht: die neuen Aufzüge für den Bischofsheimer Bahnhof. Inzwischen wurden die entsprechenden Verträge unterschrieben. Damit ist der Weg für neue Aufzüge geebnet. Dazu sagt Bürgermeister Ingo Kalweit: „Ich freue mich schon auf den Tag der Einweihung der neuen Aufzüge. Dann können endlich jederzeit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, mit Kinderwagen oder Fahrrädern bequem die Bahnsteige erreichen.“


Seit Jahren ein Ärgernis

Wegen der immer wieder defekten Aufzüge ist der barrierefreie Zugang zu den Bahnsteigen im Bahnhof Mainz-Bischofsheim nicht sichergestellt. Zuständig für deren Betrieb ist gegenwärtig nicht die Deutsche Bahn, sondern die Gemeinde Bischofsheim. Nach Übertragung des Bahnhofsgebäudes in den Besitz der Gemeinde, stand im Jahr 2004 eine Komplettsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes an. Zusätzlich wurde ein gläserner Steg gebaut und behindertengerecht durch zwei Aufzüge mit den Bahnsteigen verbunden. Seitdem wurden – nach Vandalismus und technischer Probleme – auf Kosten der Gemeinde die Aufzüge vielfach repariert und mehrfach generalüberholt. Inzwischen können nur noch schwer Ersatzteile beschafft werden.

Kalweit zeigt sich sehr zufrieden, dass das Ende der Miesere abzusehen ist. „Wir haben im vergangenen Jahr, unterstützt durch den Kreis Groß-Gerau, Kontakt mit der Deutsche Bahn aufgenommen. Jetzt haben alle Projektplaner, zu denen auch der Kreis und der Rhein-Main-Verkehrsverbund gehören, den Vertrag unterschrieben. Die neuen Aufzüge, werden entsprechend des Standards der DB, gebaut. Nach Fertigstellung übernimmt die Bahn die Aufzüge in ihr Eigentum und stellt dauerhaft deren Betrieb sicher“, erklärt der Bürgermeister.

Gegenwärtig wird mit geschätzten Kosten von 133.000 Euro gerechnet. Vorfinanziert wird diese Maßnahme durch den Rhein-Main-Verkehrsverbund, den Kreis und die Gemeinde Bischofsheim. Insgesamt müssen sich Kreis und Gemeinde jeweils mit 25 Prozent an den Kosten des Projekts beteiligen, das sind derzeit jeweils 33.250 Euro. Durch eine Landesförderung sollen 75 Prozent der Gesamt­kosten übernommen werden.