Baustelle Alzey: Der Bau des neuen Kreisverkehrs an der L 406 schreitet voran, doch die kalten Temperaturen der letzten Wochen haben den ursprünglichen Zeitplan ins Wanken gebracht. Während viele Arbeiten bereits abgeschlossen sind, sorgten frostige Bedingungen dafür, dass einige wichtige Schritte zunächst verschoben werden mussten. Die Verantwortlichen arbeiten dennoch mit Hochdruck an der Fertigstellung.
Temperatur entscheidet über Qualität
Ein zentrales Problem ist der Einbau der Asphaltbinderschicht und der finalen Asphaltdeckschicht, die erst ab einer bestimmten Mindesttemperatur verarbeitet werden können. „Die Asphaltdeckschicht ist entscheidend, da sie sowohl für Griffigkeit sorgt als auch die darunterliegenden Schichten vor Witterung schützt“, erklärt ein Sprecher des Landesbetriebs Mobilität (LBM). „Bei Minustemperaturen ist ein einwandfreier Einbau nicht möglich, da sonst Schäden entstehen könnten.“ Nachdem die Arbeiten im neuen Jahr zunächst ruhen mussten, wurde die Baustelle am 20. Januar wieder in Betrieb genommen. Seitdem laufen die Vorbereitungen für den Asphalteinbau, der ab dem 4. Februar beginnen soll – vorausgesetzt, die Wetterlage bleibt stabil.
Zusätzliche Maßnahmen ohne Verzögerung
Trotz der Verzögerungen im eigentlichen Bau des Kreisverkehrs konnten einige zusätzliche Arbeiten in Angriff genommen werden. So wurde die Gelegenheit genutzt, um die schadhafte Asphaltdeckschicht auf einem Teilstück der L 406 Richtung Köbig-Kreisel abzufräsen und zu erneuern. Damit entfällt eine spätere Sperrung für diese Arbeiten. Auch der Bau des Amphibiendurchlasses, ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, ist bereits abgeschlossen. Ebenfalls fertiggestellt sind die Bankette und Bordanlagen der Verkehrsinseln, während die Träger für den Fledermausschutzzaun derzeit montiert werden.
Fertigstellung Ende Februar geplant
Die ursprünglich für den 14. Februar vorgesehene Freigabe des Kreisverkehrs wird sich witterungsbedingt um etwa ein bis zwei Wochen verschieben. Die L 406 bleibt daher voraussichtlich bis zum 28. Februar gesperrt. Sollte der Bau schneller als erwartet abgeschlossen werden, werde man die Öffentlichkeit frühzeitig informieren, so die Verantwortlichen.
Bedeutung des Kreisverkehrs für die Region
Der neue Kreisel an der L 406 hat nicht nur lokale, sondern auch regionale Bedeutung. Er bindet die neue Osttangente über die IG-Ost-Erweiterung an und soll künftig die stark belastete Karl-Heinz-Kipp-Straße entlasten. Bereits seit Mitte September 2024 ist die L 406 für die Bauarbeiten gesperrt. Nach Fertigstellung wird der Kreisverkehr eine wichtige Verbindung zwischen Alzey und Gau-Odernheim bilden und den Verkehrsfluss in der Region deutlich verbessern.
Baufortschritt unter Beobachtung
Alle Beteiligten – von der Baugesellschaft Eiffage über das Ingenieurbüro Dillig bis zur Erschließungsgesellschaft Alzey (EGA) – betonen ihren Einsatz, den Bau so schnell wie möglich abzuschließen. „Wir arbeiten unter Hochdruck und sind zuversichtlich, dass wir die Verzögerungen in Grenzen halten können“, so ein Sprecher der Bauleitung. Die nächsten Wochen bleiben entscheidend: Mit dem geplanten Asphalteinbau Anfang Februar und den guten Wetterprognosen könnte der Abschluss des Projekts zeitnah gelingen – trotz der Herausforderungen eines Winters, der das Bauvorhaben vor einige Hürden gestellt hat.





