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Alexander Schweitzer gegen Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren

Die SPD-Spitze in Rheinland-Pfalz hat sich klar positioniert

Alexander Schweitzer hat der Debatte um die künftige Ausrichtung des deutschen Rentensystems mit seiner Ablehnung Schärfe hinzugefügt. Auslöser für die jüngste Welle der Entrüstung sind Pläne und Modelle aus dem Bundessozialministerium, die eine schrittweise Abschaffung oder erhebliche Einschränkung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren vorsehen.

Die Regelung, die in der öffentlichen Diskussion oft als „Rente mit 63“ bezeichnet wird, steht damit erneut auf der Kippe. Während Befürworter von Reformen auf die demografische Entwicklung und steigende Kosten für die Sozialkassen verweisen, regt sich vor allem in den Bundesländern massiver Widerstand.

Nun hat sich auch die SPD-Spitze in Rheinland-Pfalz klar positioniert: Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Mainzer Landtag, Alexander Schweitzer, sprach sich mit deutlichen Worten gegen eine Streichung aus.

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Alexander ​Schweitzer fordert Respekt vor der Lebensleistung

​In der Diskussion um das Renteneintrittsalter wird nach Ansicht von Alexander Schweitzer eine entscheidende Dimension vernachlässigt: die Gerechtigkeit gegenüber denjenigen, die das Fundament der Wirtschaft bilden.

Schweitzer betonte, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die über mehr als vier Jahrzehnte hinweg kontinuierlich in die Rentenkasse eingezahlt haben, einen verlässlichen und fairen Ruhestand erwarten dürfen. Wer 45 Beitragsjahre vorweisen könne, habe seinen Beitrag zur Gesellschaft mehr als erfüllt.

​Dabei hob der rheinland-pfälzische SPD-Politiker hervor, dass dies völlig unabhängig von der Branche gelten müsse. Egal ob jemand auf dem Bau, am Fließband, in der Pflege, im Handwerk oder im Büro gearbeitet habe, die körperliche und mentale Belastung über 45 Berufsjahre hinweg sei immens.

Wer diese beeindruckende Leistung erbracht habe, müsse das Recht haben, ohne finanzielle Abschläge und ohne Rechtfertigungsdruck in den Ruhestand zu gehen. Schweitzer warnte davor, notwendige Anpassungen im Bundeshaushalt auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen.

Wer Vorstöße zur Abschaffung dieser Regelung mache, verwechsle reine Sparpolitik mit sozialer Gerechtigkeit.

​Schulterschluss der Bundesländer gegen Berliner Pläne

​Mit seiner deutlichen Absage an die Pläne des Bundessozialministeriums steht Alexander Schweitzer auf Landesebene keineswegs allein da.

Rheinland-Pfalz reiht sich damit in eine wachsende Front von Bundesländern ein, die den Reformüberlegungen aus Berlin eine Absage erteilen. Bereits zuvor hatte sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger energisch gegen die Pläne ausgesprochen und betont, dass Vertrauensschutz für diejenigen gelten müsse, die ihre Lebensplanung auf die bisherigen Gesetze ausgerichtet haben.

Auch die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten hatten sich parteiübergreifend gegen die Streichung der abschlagsfreien Rente positioniert, da dies die Erwerbsbiografien in ihren Ländern besonders hart treffen würde.

​Der Konflikt offenbart zudem Spannungen innerhalb der Sozialdemokratie, während auf Bundesebene im Ministerium unter Leitung von Bärbel Bas an Modellen zur Stabilisierung der Finanzen gearbeitet wird, wächst an der Parteibasis und in den Landesverbänden die Sorge vor einem Verlust der sozialpolitischen Glaubwürdigkeit und Einschnitte bei etablierten Sozial- und Arbeitsmarktstandards stoßen bei vielen Abgeordneten auf Unverständnis.