StartMainzMainz ist Blitzer-Spitzenreiter - Millionensegen durch Temposünder

Mainz ist Blitzer-Spitzenreiter – Millionensegen durch Temposünder

Land und Kommunen kassieren knapp 120 Millionen Euro

Der Fuß auf dem Gaspedal kommt viele Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region teuer zu stehen, bringt den öffentlichen Kassen aber Rekordeinnahmen. Wie aus aktuellen Zahlen der Zentralen Bußgeldstelle und des rheinland-pfälzischen Innenministeriums hervorgeht, nahm das Land im vergangenen Jahr knapp 120 Millionen Euro an Bußgeldern durch Verkehrsverstöße ein, das sind noch einmal rund zehn Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Über 2,3 Millionen Raser in Rheinland-Pfalz

Insgesamt leitete die Bußgeldstelle mit Sitz in Speyer rund 2,6 Millionen Verfahren ein. Die absolute Mehrheit der Fälle, weit über 90 Prozent, betraf Geschwindigkeitsüberschreitungen aber auch Drängeln beim Abstand oder das berüchtigte Smartphone am Steuer sorgten für Bußgeldbescheide und Fahrverbote.

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Mainz holt 4,1 Millionen Euro in die Stadtkasse

Während auf den Autobahnen wie der A60 und den Landstraßen im Kreis Mainz-Bingen vor allem die Polizei misst und an das Land meldet, überwachen die Großstädte ihr Straßennetz in Eigenregie, und das mit großem finanziellen Erfolg.

Die fünf größten Städte des Landes spülten zusammen knapp 12,6 Millionen Euro durch Tempoverstöße in ihre Kassen und der Spitzenreiter ist dabei die Landeshauptstadt Mainz: 4,1 Millionen Euro Einnahmen durch Verwarn- und Bußgelder landeten 2025 direkt im städtischen Haushalt der Landeshauptstadt, damit spült der Mainzer Stadtverkehr deutlich mehr Geld ein als andere Großstädte im Land.

Für die Kontrollen setzt die Stadt auf Aufrüstung: Neun stationäre Blitzer, drei mobile Teams sowie ein halbstationärer Blitzeranhänger sind im Stadtgebiet im Dauereinsatz.

Verkehrssicherheit oder Einnahmequelle?

Die Rekordzahlen sorgen wie gewohnt für Zündstoff, denn während betroffene Autofahrer oft von verdeckter Kassenaufbesserung sprechen, verweisen Polizei, Land und Kommunen auf den Schutz von Schwächeren im Straßenverkehr. Gerade an Gefahrenschwerpunkten, Baustellen oder vor Schulen und Kitas bleibe der Überwachungsdruck unverzichtbar, um schwere Unfälle zu verhindern.

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