BYC-NewsÜberregionalMediaMarkt-Gründer will Buckelwal Timmy retten

MediaMarkt-Gründer will Buckelwal Timmy retten

Konflikt zwischen Behörden und Privatinitiative – Minister Backhaus bleibt bei Rettungsstopp – Walter Gunz droht mit Anwalt.

Das Schicksal des von Wal Timmy vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns bewegt die Nation – und ruft nun von unerhoffter Stelle Hilfe auf den Plan. Walter Gunz, Mitbegründer von MediaMarkt, will nach eigenen Angaben gegenüber der BILD nicht länger tatenlos zusehen und bietet an, eine erneute Rettungsaktion aus eigener Tasche zu bezahlen. Man müsse das unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen, erklärte er gegenüber der Zeitung.

Experten vs. Unternehmergeist

Während Umweltminister Till Backhaus und ein Team aus Experten das Tier bereits aufgegeben haben, zeigt sich Gunz kämpferisch. Die offizielle Position der Behörden: Timmy sei zu krank und geschwächt; weitere Versuche, ihn ins tiefe Wasser zu bringen, seien reine Tierquälerei. Man solle den Wal in Frieden sterben lassen.

Walter Gunz betonte gegenüber der BILD: „Ich bin enttäuscht über die Mechanismen und die Bürokratie, die das Leben behindern. Wenn man nicht alle Optionen versucht hat, hinterlässt das ein komisches Gefühl. Daher will ich eine weitere Rettung finanzieren.“

-Werbeanzeige-

Der Plan: Wal Timmy mit dem Bagger in die Freiheit schaufeln

Die Idee des 79-jährigen Multimillionärs ist so unkonventionell wie direkt: Er möchte einen Versuch finanzieren, den Wal mithilfe eines Baggers freizuschaufeln, damit dieser aus eigener Kraft ins offene Meer zurückkehren kann. Gunz betont, dass es im Leben keine Garantien gäbe, man es aber versucht haben müsse, bevor man ein Lebewesen aufgibt. „Scheitern ist immer möglich, aber man darf sich davon nicht abschrecken lassen. Ich möchte mir sagen können, ich habe es versucht“, so Gunz.

Ministerium lehnt Pläne ab

Trotz des finanziellen Angebots stoßen die Pläne bei der Landesregierung auf Granit. Im Expertenkreis wurden die Vorschläge am Freitag (10. April 2026) diskutiert und konsequent abgelehnt: Jede weitere Aktion würde das Leiden des Tieres nur verlängern, heißt es. Selbst bei einer erfolgreichen Befreiung gehen die Fachleute davon aus, dass der geschwächte Wal sofort wieder stranden würde.

Rechtliche Schritte als letzter Ausweg?

Walter Gunz lässt sich von der Absage aus dem Ministerium nicht entmutigen. Er kündigte bereits an, die Situation mit seinem Anwalt zu besprechen, um prüfen zu lassen, welche rechtlichen Wege noch offenstehen, um dem Tier zu helfen. Seine Motivation sei rein humanitär; er wolle kein gaffender Zuschauer sein, sondern aktiv etwas bewegen.

Ob der Vorstoß des Unternehmers tatsächlich noch eine Wende für den Buckelwal bringt oder ob die Behörden bei ihrer harten Linie bleiben und Wal Timmy zum Sterben dort lassen, bleibt abzuwarten.

-Werbeanzeige-