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Wolfgang Kubicki fordert Christian Dürr und Henning Höne heraus

Machtkampf um die liberale Zukunft – Wolfgang Kubicki fordert Christian Dürr und Henning Höne heraus und setzt auf Martin Hagen als neuen Generalsekretär

Die FDP steht vor einer Zerreißprobe, die über das Überleben der Partei entscheiden könnte. Am heutigen Samstag wurde bekannt, dass das 74-jährige Partei-Urgestein aus Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, für das Amt des Bundesvorsitzenden kandidieren wird. Mit der Entscheidung Wolfgang Kubicki FDP Bundesvorsitz-Kandidat zu werden, reagiert der ehemalige Vizepräsident des Bundestages auf die tiefste Krise der Liberalen seit Jahrzehnten. Er fordert damit den amtierenden Vorsitzenden Christian Dürr sowie den nordrhein-westfälischen Landeschef Henning Höne heraus, die ebenfalls ihren Anspruch auf die Parteispitze angemeldet haben.

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„Klar in der Sprache“: Kubickis Kampfansage

In gewohnt deutlicher Manier kritisierte Kubicki den aktuellen Kurs der FDP. Gegenüber BILD betonte er, dass die Partei ihr Selbstbewusstsein zurückgewinnen und politische Debatten anführen müsse, statt ihnen lediglich hinterherzulaufen. Deutschland warte laut Kubicki nicht auf eine FDP, die sich in „akademischen Diskussionen verzettelt“. Sein Ziel für den Wolfgang Kubicki FDP Bundesvorsitz ist eine Rückkehr zu den Kernwerten: wirtschaftliche Vernunft, individuelle Freiheit und eine klare, bürgernahe Sprache. Es ist ein Angebot an die Basis, die nach den jüngsten Wahlniederlagen nach Orientierung sucht.

Ein Duo für den Neuanfang: Kubicki und Hagen

Für die operative Neuausrichtung hat sich Kubicki einen strategischen Partner an die Seite geholt: Der 44-jährige Martin Hagen, ehemaliger Fraktionschef in Bayern, soll im Falle eines Wahlsiegs neuer Generalsekretär werden. Obwohl Hagen 2023 den Einzug der FDP in den bayerischen Landtag verpasste, gilt er als rhetorisch hochbegabt und modern. Gemeinsam wollen sie die Trümmer der vergangenen Monate aufarbeiten. Der gesamte FDP-Bundesvorstand war erst Ende März 2026 zurückgetreten, nachdem die Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz historische Niederlagen einstecken musste und aus den Parlamenten flog.

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Das schwere Erbe der Lindner-Ära

Die Ausgangslage für die Kandidatur Wolfgang Kubicki FDP Bundesvorsitz könnte kaum schwieriger sein. Seit dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2025 und dem anschließenden Rückzug von Christian Lindner aus der Politik befindet sich die FDP in einer existenziellen Abwärtsspirale. Prominente Unterstützung erhält Kubicki derweil von seinem langjährigen Weggefährten, dem ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen (CDU). Dieser sieht in Kubicki das derzeit einzig wahre „Gesicht der FDP“, bei dem die Wähler sofort wüssten, wofür er stehe. Die endgültige Entscheidung über die künftige Führung wird auf dem Bundesparteitag Ende Mai fallen.

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