BYC-NewsRheingau-Taunus-KreisNatur statt Unrat: Neue Grünfläche am Bahnhof Erbach

Natur statt Unrat: Neue Grünfläche am Bahnhof Erbach

Ökologischer Ausgleich am Mühlweg: Stadt Erbach schafft wertvollen Lebensraum für Insekten und verbessert das Kleinklima am Bahnhof.

Wer in diesen Tagen am Bahnhof Erbach unterwegs ist, dem sticht eine deutliche Veränderung ins Auge: Am Anschluss des Mühlwegs zur Bahnhofstraße verwandelt die Stadt eine ehemals vernachlässigte Fläche in eine ökologisch wertvolle Grünzone. Wo in der Vergangenheit oft illegaler Müll oder Schrottfahrzeuge abgestellt wurden, grünt und blüht es bald für Mensch und Natur.

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Ausgleich für Bauprojekt „Bachhöller Weg“ am Bahnhof Erbach

Die Neugestaltung ist kein Zufallsprodukt, sondern dient als gesetzlich vorgeschriebener ökologischer Ausgleich für die Bauleitplanung im Bereich Bachhöller Weg. Bürgermeister Patrick Kunkel zeigt sich erfreut über die hochwertige Umsetzung: „Wir gestalten hier eine Fläche mit heimischen Bäumen, Sträuchern und gebietseigener Wieseneinsaat, die den Eingriff in Natur und Landschaft an anderer Stelle kompensiert.“

Wohnzimmer für Wildbienen und Eidechsen

Die neue Fläche bietet weit mehr als nur Optik. Die Stadt hat gezielte „Nischen“ für die lokale Fauna geschaffen:

  • Wildbienen-Hotels: Spezielle Hartholzstelen mit Bohrlöchern dienen als sicheres Nistangebot.

  • Eidechsenbiotop: Steinschüttungen bieten Reptilien ideale Rückzugsorte und Sonnenplätze.

Bessere Luft und mehr Schatten

In dem ansonsten stark versiegelten und befestigten Bahnhofsbereich soll die neue Bepflanzung das Kleinklima spürbar verbessern. Durch die künftige Beschattung sowie die natürliche Verdunstung der Pflanzen wird eine Abkühlung des Areals an heißen Sommertagen angestrebt.

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Mehr Aufenthaltsqualität am Mühlweg

Da der Mühlweg eine beliebte Verbindung zwischen der Sudetenstraße und dem Bahnhof ist, wird die Fläche täglich von vielen Fußgängern genutzt. Um die Aufenthaltsqualität zu vollenden, plant die Stadt die Aufstellung einer neuen Sitzbank. So wird der einstige „Schandfleck“ künftig zum Ort für eine kurze Rast im Grünen.

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