BYC-NewsMainzMainz-Mombach: Zwischen Fast-Food-Müll und Exkrementen

Mainz-Mombach: Zwischen Fast-Food-Müll und Exkrementen

Fast-Food-Reste, Bauschutt und Urinflaschen – Parkplätze und angrenzende Waldstücke in Mombach verkommen zur illegalen Deponie

Leserthema – Der Mainzer Stadtteil Mombach kämpft mit einem massiven Verschmutzungsproblem, das mittlerweile unerträgliche Ausmaße annimmt. Besonders betroffen ist der Bereich rund um die Rheinallee 130 sowie die angrenzenden Grün- und Waldflächen. Was eigentlich als Pufferzone zur Natur und zum Rhein dienen sollte, hat sich in eine regelrechte Müllschneise in der Rheinallee verwandelt. Spaziergänger berichten von einer Zunahme illegal entsorgter Abfälle, die nicht nur ein optisches Ärgernis darstellen, sondern auch hygienische Bedenken aufwerfen.

Fast-Food-Kultur mit dreckigen Folgen in Mombach

Screenshot mombach karteEin Hauptgrund für die Entstehung der Müllschneise in der Rheinallee scheint die unmittelbare Nähe zu einem Schnellrestaurant zu sein. In den Gebüschen und auf den Gehwegen, die in Richtung Rhein führen, häufen sich Plastikverpackungen, weggeworfene Burgerreste und Getränkebecher. Anstatt die bereitgestellten Mülleimer zu nutzen, entledigen sich viele Kunden ihrer Abfälle direkt aus dem Auto heraus oder lassen sie achtlos in den Grünstreifen liegen. Die Folge ist eine schleichende Vermüllung, die Ungeziefer anzieht und das ökologische Gleichgewicht der ufernahen Flächen belastet.

Es ist wichtig klarzustellen, dass nicht das Fast-Food-Restaurant für die Verschmutzung verantwortlich ist. Vielmehr sind es die Gäste, die den Drive-in nutzen, anschließend auf dem Parkplatz in der Rheinallee 130 parken, dort essen und ihren Müll achtlos ins Gebüsch werfen.

Bauschutt im Wald und Verwahrlosung der Parkplätze in Mombach

Doch der Konsummüll ist nur ein Teil des Problems. Unweit des Parkplatzes wurde in einem angrenzenden Waldgebiet eine größere Menge Bauschutt einfach abgekippt. Solche mutwilligen Entsorgungen im Unterholz schädigen den Waldboden nachhaltig und verursachen hohe Reinigungskosten für die Stadt Mainz. Auch der benachbarte Mitfahrerparkplatz bietet ein Bild des Jammers. Hier zeigt sich ein mangelndes Verantwortungsbewusstsein, das weit über normales Littering hinausgeht.

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Unhaltbare Zustände durch Fernfahrer

Besonders ekelerregend sind die Beobachtungen im Bereich des Mombacher Kreisels und der Leitplanken zur Abfahrt von der Schiersteiner Brücke. Hier nutzen Lkw-Fahrer die Flächen offenbar regelmäßig als improvisierte Raststätte ohne sanitäre Infrastruktur. Das Ergebnis: Die Müllschneise in der Rheinallee wird durch mit Urin gefüllte Plastikflaschen ergänzt, die einfach am Rand entsorgt werden. Noch drastischer ist die Situation direkt an den Leitplanken, wo immer wieder menschliche Exkremente gefunden werden. Diese unhaltbaren Zustände in unmittelbarer Nähe zum öffentlichen Verkehrsraum sorgen für massiven Unmut in der Mombacher Bevölkerung.


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