Am Samstag, den 9. Mai 2026, wird es rund um den Flugplatz Mainz-Finthen geschäftig: Der Katastrophenschutz des Landkreises Mainz-Bingen führt zwischen 7:00 und 14:30 Uhr eine umfassende Übung durch. Bürgerinnen und Bürger sollten sich durch das erhöhte Aufkommen von Einsatzfahrzeugen und Blaulicht aufgrund der Katastrophenschutzübung in Mainz-Finthen nicht beunruhigen lassen.
Das „logistische Herzstück“ im Fokus der Katastrophenschutzübung in Mainz-Finthen
Rund 120 Einsatzkräfte und etwa 35 Fahrzeuge verschiedener Fachdienste nehmen an dem Training teil. Im Zentrum steht dabei eine Aufgabe, die bei großen Schadenslagen wie Unwettern, Evakuierungen oder Bombenentschärfungen über Leben und Tod entscheiden kann: das Einrichten und Betreiben eines sogenannten Bereitstellungsraums.
Dieser dient als koordinierter Sammelplatz. Hier werden überörtliche Einheiten registriert und gegliedert, bevor sie von der Einsatzleitung gezielt dorthin geschickt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Strategisches Training für den Realfall
Die Übungsleitung liegt beim Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Landkreises, Yannick Georges. Er betont die Notwendigkeit solcher Szenarien: „Solche Übungen sind entscheidend, um die logistische Ordnung im Einsatzfall aufrechtzuerhalten. Nur wenn die Kommunikation und die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdienste reibungslos funktionieren, können wir im Realfall effektiv Leben schützen.“
Der Flugplatz Mainz-Finthen ist für den Landkreis dabei von strategischer Bedeutung. Das große Areal bietet ideale Bedingungen, um komplexe logistische Strukturen unter realen Bedingungen aufzubauen, ohne den regulären Flugbetrieb dauerhaft zu stören.
Die Übung beginnt am Samstagmorgen und wird voraussichtlich am frühen Nachmittag mit der Rückkehr der Einheiten an ihre jeweiligen Standorte enden. Im Umfeld von Mainz-Finthen kann es in dieser Zeit zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen durch Kolonnenfahrten kommen.
Beteiligte Einheiten
Die Landkreise in Rheinland-Pfalz erfüllen den Katastrophenschutz als Pflichtaufgabe und arbeiten dabei eng mit privaten Hilfsorganisationen zusammen. An der Katastrophenschutzübung in Mainz-Finthen beteiligt sind unter anderem folgende Einheiten des Landkreises Mainz-Bingen:
• Schnelleinsatzgruppen (SEG): Sanität (Nord & Süd), Betreuung (Süd) und Verpflegung.
• Feuerwehr: Gefahrstoffzug Nord, Brandschutz- und Wassertransportkomponente Süd.
• Führung & Kommunikation: Informations- und Kommunikationsgruppe (IuK) sowie die Technische Einsatzleitung (TEL) des Landkreises.





