BYC-NewsBlaulicht HessenGefährliche Irrfahrt auf der A49 gestoppt

Gefährliche Irrfahrt auf der A49 gestoppt

Eine lebensgefährliche Trunkenheitsfahrt rief am Donnerstagabend, den 26. Februar 2026, die Autobahnpolizei auf den Plan. Dank des beherzten Eingreifens zweier Zeugen konnte eine Betrunkene auf der A49 festgenommen werden, bevor es zu einem schweren Unfall kam. Die 62-jährige Frau war mit ihrem Citroen in Richtung Kassel unterwegs und wies bei der anschließenden Kontrolle einen Atemalkoholwert von über 2,6 Promille auf.

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Schlangenlinien und Beinahe-Kollision mit Lkw

Gegen 23:00 Uhr bemerkten zwei Männer, die gemeinsam im Auto saßen, den auffälligen Fahrstil des Citroens zwischen den Anschlussstellen Fritzlar und Gudensberg. Die Fahrerin wechselte mehrfach rücksichtslos die Spuren und steuerte ihren Wagen in massiven Schlangenlinien über die Autobahn. Bei einem besonders riskanten Manöver der Betrunkene auf der A49 konnte ein Zusammenstoß mit einem Lastkraftwagen nur knapp verhindert werden, da der Lkw-Fahrer geistesgegenwärtig auf den Standstreifen auswich.

Couragierte Zeugen verhindern Weiterfahrt

Die Zeugen setzten umgehend einen Notruf ab und blieben in sicherem Abstand hinter dem Fahrzeug, um der Polizei fortlaufend den aktuellen Standort zu übermitteln. Als die 62-Jährige schließlich den Autobahnparkplatz „Sonnenborn“ ansteuerte und dort in einer Parkbucht hielt, reagierten die Männer blitzschnell: Sie parkten ihren eigenen Pkw so geschickt vor dem Citroen, dass eine Weiterfahrt unmöglich war.

Kurze Zeit später traf eine Streife der Polizeiautobahnstation Baunatal ein. Die Beamten berichteten von erheblichen Schwierigkeiten beim Atemalkoholtest, da die Frau aufgrund ihres Zustandes kaum in der Lage war, die Anweisungen korrekt auszuführen. Erst nach zahlreichen Fehlversuchen stand das erschreckende Ergebnis fest: über 2,6 Promille.

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Blutprobe und Entzug des Führerscheins

Die Frau gab gegenüber der Polizei an, sich auf einer Langstreckenfahrt von Rheinland-Pfalz nach Thüringen zu befinden. Die Fahrt endete jedoch vorzeitig auf der Dienststelle:

  • Blutentnahme: Ein Arzt entnahm eine Blutprobe zur exakten Bestimmung der Alkoholisierung.

  • Sicherstellung: Sowohl der Führerschein als auch die Fahrzeugschlüssel wurden unmittelbar durch die Polizei einbehalten.

  • Strafverfahren: Auf die 62-Jährige wartet nun ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.

Dank des vorbildlichen Verhaltens der Zeugen, die nicht nur die Polizei verständigten, sondern auch die notwendige Zivilcourage zeigten, die Betrunkene auf der A49 festzusetzen, blieb es an diesem Abend bei Sachschäden und gefährlichen Situationen, ohne dass Menschen verletzt wurden.

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