Am heutigen Sonntag stand die Wiesbadener Innenstadt ganz im Zeichen der Fastnacht. Unter dem geschichtsträchtigen Motto „Sieben Mal elf Jahre Fastnachtszug“ schlängelte sich der närrische Lindwurm durch die Straßen und verwandelte die City in eine riesige Partymeile. Zahlreiche Motivwagen und Musikzüge sorgten für ausgelassene Stimmung bei den Besuchern. Damit das Großereignis sicher über die Bühne gehen konnte, waren die Wiesbadener Hilfsorganisationen und die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an Kräften präsent, um den Fastnachtszug in Wiesbaden abzusichern.
Umfangreiche medizinische Absicherung entlang der Zugstrecke
Für den Sanitäts- und Rettungsdienst bedeutete die Veranstaltung eine logistische Meisterleistung. Die Hilfsorganisationen ASB, DRK, Johanniter, Malteser sowie die Ambulance Wiesbaden waren mit insgesamt 111 Einsatzkräften vor Ort. Um eine schnelle Versorgung zu garantieren, wurden zehn zusätzliche Rettungswagen strategisch entlang der Route positioniert. Ergänzend patrouillierten vier mobile Erstversorgungsteams direkt im Geschehen, um bei kleineren Zwischenfällen sofort eingreifen zu können.
Zentraler Anlaufpunkt für medizinische Notfälle war die Unfallhilfsstelle am Warmen Damm. Dort stand neben der notärztlichen Versorgung auch die „Leitstelle Fasching“ des DRK bereit, die alle Einsätze im Veranstaltungsbereich koordinierte.
Die Einsatzbilanz: Ruhiger Verlauf auf Vorjahresniveau
Bis zum frühen Abend um 19:00 Uhr verzeichneten die Rettungskräfte beim Fastnachtszug in Wiesbaden ein Einsatzaufkommen, das sich im Rahmen der vergangenen Jahre bewegte:
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Rettungswagen-Einsätze: 34 Einsätze wurden über die Leitstelle disponiert.
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Notarzt-Einsätze: Ein Patient musste notärztlich versorgt werden.
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Erstversorgung vor Ort: Die mobilen Teams leisteten 25 Mal Hilfe entlang des Weges.
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Unfallhilfsstelle: 30 Personen wurden am Warmen Damm medizinisch behandelt.
Feuerwehr-Einsatz: Säge-Aktion in der Bärenstraße
Aus Sicht der Feuerwehr verlief der Fastnachtszug in Wiesbaden weitgehend störungsfrei. Ein koordinierender Führungsstab auf der Wiesbadener Feuerwache 1 hielt die Fäden in der Hand. Trotz der hohen Besucherströme mussten die Brandschützer nur zweimal im direkten Umfeld des Zuges tätig werden.
Während eine Alarmierung wegen eines steckengebliebenen Aufzugs im Rathaus glimpflich endete, da die Personen vor Eintreffen der Wehr befreit waren, gab es in der Bärenstraße einen kurioseren Vorfall. In einem Lokal war ein stark alkoholisierter Mann unglücklich zwischen dem Boden und einer Toilettenabtrennung eingeklemmt worden. Die Einsatzkräfte mussten die Trennwand mit einer Säge teilweise entfernen, um den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Er blieb unverletzt und konnte seinen Angehörigen übergeben werden.
Insgesamt ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit: Die Sicherheit der Narren war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet, und der Fastnachtszug in Wiesbaden konnte als friedliches Jubiläumsfest gefeiert werden.
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