Die schwäbische Metropole bereitet sich auf eine Nacht der Superlative vor. Wenn am Samstag, den 31. Januar 2026, die Tore der Hanns-Martin-Schleyer-Halle öffnen, verwandelt sich die Arena in einen Hexenkessel. Oktagon MMA, inzwischen unangefochtener Marktführer in Europa, bringt mit seinem 83. Event eine Fight Card nach Stuttgart, die selbst internationale Vergleiche nicht scheuen muss.
Samsonidse gegen Machaev: Ein Duell der Stile
Der Hauptkampf des Abends ist weit mehr als nur ein sportlicher Vergleich; es ist die Entscheidung um das vakante Gold im Federgewicht. Der Berliner Niko Samsonidse (31), bekannt für sein exzellentes Grappling und seine enorme Reichweite, trifft auf den Wiener Mago Machaev (26).
Machaev gilt als einer der physisch stärksten Kämpfer der Division und besticht durch ein gnadenloses Tempo. Während Samsonidse versuchen wird, den Kampf am Boden durch eine Submission vorzeitig zu beenden, vertraut Machaev auf seine Explosivität im Stand. Da beide Athleten in der Weltrangliste weit oben stehen, könnte der Sieger dieses Duells schon bald auf der globalen Bühne nach noch größeren Titeln greifen.
Die „Stuttgart-Connection“: Heimspiel für lokale Größen
Ein besonderes Augenmerk liegt an diesem Abend auf den Lokalmatadoren. Arijan Topallaj (27), der in Stuttgart trainiert und eine riesige Fangemeinde hinter sich weiß, steht vor der größten Herausforderung seiner bisherigen Karriere. Er trifft im Leichtgewicht auf einen erfahrenen Veteranen aus Brasilien. „Die Energie in Stuttgart ist unvergleichlich. Wenn die Fans meinen Namen rufen, spüre ich keinen Schmerz mehr“, erklärte Topallaj im Vorfeld des Events.
Zudem wird die Rückkehr von Schwergewichts-Hüne Lazar Todev (31) erwartet. Nach seinem knappen Scheitern im letzten Titelanlauf will der Bulgare, der in Deutschland lebt und trainiert, mit einem dominanten Sieg unterstreichen, dass der Weg zum Gürtel nur über ihn führt.
Professionalisierung und Show-Effekte in Stuttgart
Was Oktagon 83 von herkömmlichen Sportveranstaltungen unterscheidet, ist die audiovisuelle Inszenierung. Die Veranstalter setzen auf eine Mischung aus hochemotionalen Einlauffilmen, einer Lichtshow der Extraklasse und einer Live-Übertragung, die weltweit in über 150 Länder gestreamt wird. Obwohl der Sport oft als roh wahrgenommen wird, steht die technische Präzision im Vordergrund.
MMA (Mixed Martial Arts) kombiniert Elemente aus dem Boxen, Kickboxen, Ringen und Brazilian Jiu-Jitsu. Dieser Facettenreichtum lockt längst nicht mehr nur Kampfsport-Nerds an, sondern ein breites, sportbegeistertes Publikum, das die Athletik und Disziplin der Kämpfer schätzt.
Eine Übersicht der Fightcard:
Das absolute Highlight findet im Federgewicht statt. Hier wird Geschichte geschrieben, wenn der vakante Thron neu besetzt wird:
Federgewicht (Titelkampf): Niko Samsonidse (31) vs. Mago Machaev (26)
Ein taktisches Schachspiel zwischen zwei Meistern ihres Fachs. Samsonidse wird versuchen, seinen Reichweitenvorteil zu nutzen und Machaev in eine Submission-Falle zu locken, während Machaev den Kampf in den Nahbereich und auf die Matte zwingen will.
Catchweight (87 kg): Frederic Vosgröne (30) vs. Jesus Samuel Chavarría (24)
Ein Duell zweier unbesiegter Kämpfer, die nach einer Absage in der Vergangenheit nun endlich ihre Rechnung begleichen. Ein Sieg in diesem Kampf katapultiert den Gewinner direkt in die Top-Ränge der Division. Vosgröne hat den Heimvorteil und die technische Überlegenheit am Boden, während Chavarría als unberechenbarer Außenseiter nach Stuttgart kommt.
Schwergewicht: Lazar Todev (31) vs. Josh Parisian (36)
Todev muss seine technische Finesse und Schnelligkeit nutzen, um Parisians Reichweitenvorteil und enorme Masse zu überwinden. Für die Fans in Stuttgart ist dies das Schwergewichts-Highlight des Jahres.
Halbschwergewicht: Emilio Quissua (28) vs. Jorick Montagnac (32)
Ein klassisches Duell zwischen „Hype“ und „Erfahrung“. Wenn Quissua Montagnac früh unter Druck setzen kann, könnte es ein kurzer Abend werden – schafft Montagnac es jedoch in die zweite und dritte Runde, wird es eine enorme Konditions- und Nervenschlacht für den jungen Deutschen.
Bantamgewicht (Frauen): Alina Dalaslan (25) vs. Karolina Sobek (26)
Für Dalaslan ist dies der ultimative Härtetest gegen eine Gegnerin, die bereits gegen die Weltspitze gekämpft hat. Ein Sieg würde sie endgültig in die Top-Ränge von OKTAGON katapultieren.
Bantamgewicht (Frauen): Lucie Pudilová (30) vs. Katharina Lehner (35)
Es ist das Duell der „Grande Dames“ des europäischen Bantamgewichts. Für Pudilová geht es um das finale Ticket zum Titelshot, für Lehner um ein triumphales Ausrufezeichen in ihrer beeindruckenden Karriere.
Mittelgewicht: Daniel Schwindt (27) vs. Brian Manning (30)
Ein Kampf, der kaum über die volle Distanz gehen dürfte. Schwindt wird versuchen, Manning früh mit schweren Händen zu stellen, während der Ire versuchen wird, Schwindt mit Variabilität zu zermürben.
Leichtgewicht: Jan Malach (34) vs. Ahmad Halimson (29)
Ein klassisches Duell zwischen einem erfahrenen „Gatekeeper“ und einem hungrigen Kämpfer, der seinen Platz in der OKTAGON-Elite sucht. Malach braucht den KO, während Halimson über seine Physis und sein Grappling zum Erfolg kommen will.
Catchweight (73 kg): Arijan Topallaj (27) vs. Marco Elpidio (32)
Topallaj geht als Favorit in seiner Heimatregion an den Start. Er muss jedoch geduldig bleiben, da Elpidio ein Meister darin ist, den Rhythmus explosiver Kämpfer zu brechen und sie in eine kräftezehrende Materialschlacht zu verwickeln.
Bantamgewicht: Wanderley Junior (31) vs. Dastan Amangeldy
Ein klassisches „Gatekeeper vs. Prospect“-Szenario. Junior muss den Kampf kontrollieren und seine Erfahrung ausspielen, um den explosiven Drang von Amangeldy zu neutralisieren.
Bantamgewicht: Harun Kurt (29) vs. Nathan Haywood (28)
Erwarte ein hochklassiges Standkampf-Duell. Während Kurt versuchen wird, Haywood über die Distanz zu zerlegen, wird der Brite auf den einen, alles entscheidenden Moment lauern, um erneut ein virales Highlight zu produzieren.
Ein ausverkauftes Haus in Stuttgart erwartet
Die Stadt Stuttgart profitiert wirtschaftlich massiv von diesem Großevent. Hotels im Umkreis der Schleyer-Halle sind bereits Wochen im Voraus fast vollständig ausgebucht, da Fans aus ganz Europa anreisen.
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Einlass: Ab 17:00 Uhr
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Beginn der Preliminary Card: 18:00 Uhr
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Main Card: Ab 20:30 Uhr
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Tickets: Restkarten sind derzeit noch im Unter- und Oberrang verfügbar, während die VIP-Plätze am Cage bereits seit Dezember vergriffen sind.
Wer diesen Abend miterleben möchte, muss sich auf harte Kämpfe, bittere Tränen und ekstatischen Jubel gefasst machen. Stuttgart ist am 31. Januar nicht nur die Stadt des Automobils, sondern das Herz des europäischen Kampfsports.
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