Zu einem gefährlichen Vorfall kam es am Samstag, den 10. Januar 2026, auf der A671 bei Hochheim in Fahrtrichtung Wiesbaden. Gegen 14.14 Uhr meldeten mehrere Zeugen einen Falschfahrer, der mit einem weißen 7,5-Tonnen-Lkw unterwegs war. Die Polizei konnte das Fahrzeug kurze Zeit später stoppen.
Glücklicherweise kam es zu keinem Unfall
Nach bisherigen Erkenntnissen wendete der Lkw-Fahrer auf dem Parkplatz „Alte Römerstraße“ und fuhr anschließend auf dem Standstreifen der A671 in entgegengesetzter Richtung zurück bis zur Ausfahrt Hochheim-Süd. Die Strecke beträgt rund drei Kilometer. Laut Zeugenaussagen soll der Fahrer dabei mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 bis 80 km/h unterwegs gewesen sein – sowohl auf dem Standstreifen als auch im Bereich der Auf- und Abfahrten.
Nur durch glückliche Umstände kam es zu keinem Verkehrsunfall. Die Situation stellte dennoch eine erhebliche Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar.
Der 46-jährige ukrainische Fahrer gab gegenüber den eingesetzten Beamten an, nicht ortskundig zu sein und zuvor die Ausfahrt verpasst zu haben. Aus diesem Grund habe er entschieden, zurückzufahren, um an der Anschlussstelle Hochheim-Süd abzufahren. Ein durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ.
Die Polizei zog den Führerschein des Mannes ein. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.
Polizei bittet um Zeugenhinweise
Die Autobahnpolizei Wiesbaden sucht nun weitere Zeugen, insbesondere Verkehrsteilnehmer, die dem Lkw möglicherweise ausweichen mussten oder durch das Fahrverhalten gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Autobahnpolizei Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611 / 345-4140 entgegen.
Die Ermittlungen dauern an.
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