BYC-NewsBlaulicht Rheinland-PfalzMichael Ebling bereitet die Polizei auf neue Szenarien vor

Michael Ebling bereitet die Polizei auf neue Szenarien vor

Rheinland-Pfalz reagiert mit neuer Technik und moderner Bewaffnung auf veränderte Sicherheitslagen

Mit klaren Worten und konkreten Maßnahmen hat Innenminister Michael Ebling die Polizei in Rheinland-Pfalz auf neue Bedrohungsszenarien vorbereitet. Auf der Schießanlage in Wackernheim stellte er am Dienstag sowohl neue Fähigkeiten zur Drohnenabwehr als auch eine neue Mitteldistanzwaffe für die Polizei vor. Ziel ist es, die Einsatzkräfte besser zu schützen und ihre Handlungsfähigkeit in komplexen Lagen weiter zu erhöhen.

Neue Risiken erfordern neue Antworten

Der Innenminister machte deutlich, warum diese Investitionen notwendig sind. Der technologische Fortschritt bringe nicht nur Chancen, sondern auch neue Gefahren, betonte Ebling. Missbräuchlich eingesetzte Drohnen könnten inzwischen eine reale Bedrohung darstellen – etwa für kritische Infrastrukturen oder Großveranstaltungen. Gleichzeitig stellten schwere Gewalttaten im öffentlichen Raum immer höhere Anforderungen an die Polizei. „Darauf bereiten wir unsere Polizei gezielt vor und machen sie noch handlungsfähiger“, erklärte Ebling.

Moderne Drohnenabwehr für mehr Sicherheit

Rheinland-Pfalz investiert gezielt in moderne Systeme zur Detektion, Verifikation und Abwehr von Drohnen. Diese Technik ermöglicht es der Polizei, potenzielle Bedrohungen aus der Luft frühzeitig zu erkennen, zuverlässig einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren. Parallel dazu schult das Land spezialisierte Einsatzkräfte, um den Einsatz der neuen Technik rechtssicher, verhältnismäßig und taktisch klug zu gewährleisten. Für Ebling steht dabei fest: „Es geht nicht um Aktionismus, sondern um eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung unserer Einsatzmittel.“

Zusammenarbeit über Ländergrenzen von Rheinland-Pfalz hinweg

Drohnenabwehr endet jedoch nicht an Landesgrenzen. Kriminelle und feindliche Akteure agieren bundesweit – und darüber hinaus. Deshalb setzt Rheinland-Pfalz auf enge Zusammenarbeit mit dem Bund und den anderen Ländern. In diesem Zusammenhang verwies Ebling auf das neue Drohnenabwehrzentrum, das Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gemeinsam mit den Ländern in Berlin in Dienst gestellt hat. Dort werden Expertise gebündelt, Einsatzkonzepte koordiniert und technische Standards vereinheitlicht. „Einheitliche Standards schaffen Sicherheit und Geschwindigkeit, wenn es darauf ankommt“, betonte der Innenminister. Rheinland-Pfalz bringe seine Erfahrungen aktiv ein und profitiere zugleich von der gemeinsamen Weiterentwicklung.

Neue Mitteldistanzwaffe erweitert Einsatzoptionen

Ergänzend zur Drohnenabwehr stellte Ebling die neue Mitteldistanzwaffe der rheinland-pfälzischen Polizei vor. Diese wird landesweit eingeführt und erweitert die taktischen Möglichkeiten der Einsatzkräfte, insbesondere bei schweren Gewalttaten. Die neue Waffe erlaubt ein präziseres Vorgehen aus größerer Distanz und trägt damit sowohl zum Schutz der Einsatzkräfte als auch unbeteiligter Dritter bei. „Unsere Einsatzkräfte brauchen die richtigen Mittel, um sich selbst und andere wirksam schützen zu können“, sagte Ebling.

Mehr Schutz für Bürgerinnen und Bürger

Abschließend machte der Innenminister deutlich, dass absolute Sicherheit zwar nicht erreichbar sei, Risiken jedoch konsequent minimiert werden müssten. Frühere Gefahrenerkennung, moderne Technik und gut ausgebildete Einsatzkräfte seien dafür entscheidend. „Mit diesen Maßnahmen stärken wir den Schutz der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz nachhaltig“, so Ebling. Die Polizei werde damit noch besser aufgestellt, um den wachsenden Herausforderungen im öffentlichen Raum professionell und entschlossen zu begegnen.

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