BYC-NewsVerbraucherwarnungVerbraucherzentrale warnt vor Betrug mit Weihnachtsspenden

Verbraucherzentrale warnt vor Betrug mit Weihnachtsspenden

Verbraucherzentrale und Behörden warnen vor betrügerischen Spendenaufrufen auf Social Media, Haustür & Co.

In der Advents- und Weihnachtszeit steigt bei vielen Menschen die Bereitschaft, Gutes zu tun. Doch genau diese Emotion nutzen Betrüger gezielt aus. Immer häufiger tauchen gefälschte Spendenaufrufe auf — ob per Post, in der Fußgängerzone oder über soziale Netzwerke. Gerade Online-Plattformen bieten eine einfache Bühne: Mit scheinbar bekannten Namen, emotionalen Bildern und seriös wirkenden Zahlungsdiensten schwächen die Betrüger das kritische Urteilsvermögen.

Wo der Betrug lauert: Fake-Profile und emotionale Maschen

  • Oft sei ein kurzer Blick ins Impressum ausreichend, um unseriöse Organisationen zu erkennen — doch viele Spendenaufrufe kommen mit gefälschten Angaben.

  • Besonders perfide sind Ausgaben mit emotional stark aufgeladenen Geschichten oder dringenden Appellen wie „Sofort spenden!“, die Druck auf Spender erzeugen.

  • Zudem nutzen die Betrüger populäre Zahlungsdienste wie PayPal — das weckt Vertrauen, obwohl hinter dem Account niemand Seriöses steht.

So erkennen seriöse Spendenaufrufe ohne Betrug

Um echte Hilfsorganisationen von Betrugsversuchen zu unterscheiden, empfehlen Verbraucherzentrale und Polizei:

  • Überprüfen Sie, ob die Organisation klar benannt ist — mit Adresse, Impressum, Verantwortlichen.

  • Achten Sie auf ein anerkanntes Spenden- und Transparenzsiegel wie das des Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Fehlt ein Siegel – heißt das allerdings nicht automatisch „Betrug“, aber Seriosität lässt sich dann schwerer einschätzen.

  • Seriöse Organisationen antworten transparent auf Nachfragen, legen Rechenschaftsberichte oder Satzungen vor und erklären, wohin Ihre Spende fließt.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen — ob durch Haustürsammler, grelle Mail-Appelle oder emotionale Einzelschicksale. Seriöse Spendenaufrufe akzeptieren Nein und drängen nicht.

Gefahr zur Weihnachtszeit besonders hoch

Polizei und Verbraucherschützer warnen: In der dunklen Jahreszeit, wenn Geschenke gekauft werden, Menschen mehr online unterwegs sind und die Spendenbereitschaft steigt, verlagern Kriminelle ihre Maschen gezielt auf Spendensammlungen. Nicht selten locken falsche Hilfsorganisationen mit bewegenden Bildern oder herzzerreißenden Geschichten – gerade dann fällt vielen der kritische Blick schwer.

Vernünftig spenden statt unüberlegt klicken

Wer wirklich helfen will, tut gut daran, sich vor einer Spende genau zu informieren: Impressum prüfen, Informationen einholen, Zahlungswege hinterfragen. Wer unsicher ist: Lieber eine bekannte Organisation aus der Region oder mit Transparenzsiegel wählen. Damit verliert Betrug seinen Raum – und echte Hilfe bleibt möglich.

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