Die Ortsgemeinde Gau-Odernheim kann ihre Planungen zur Weiterentwicklung des historischen Ortskerns fortsetzen. Aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“ fließen in diesem Jahr weitere 230.000 Euro in die Gemeinde. Seit 2024 unterstützen Bund und Land die städtebauliche Entwicklung Gau-Odernheims und haben inzwischen insgesamt 724.000 Euro bereitgestellt.
Verkehr und Parkraum in Gau-Ordernheim im Fokus
Die aktuellen Fördermittel sollen zunächst vor allem für weitere Vorbereitungsmaßnahmen eingesetzt werden. Geplant ist unter anderem eine begleitende Verkehrsuntersuchung, die eine Bestandsaufnahme und Analyse der Verkehrssituation sowie Verkehrszählungen an verschiedenen Knotenpunkten umfasst.
Darüber hinaus soll eine Parkraumbedarfsanalyse erstellt werden. Die Untersuchungen sollen der Ortsgemeinde Gau-Odernheim eine fachliche Grundlage für weitere Planungen und Entscheidungen zur Entwicklung des Ortskerns liefern.
„Die Ortsgemeinde Gau-Odernheim plant, die Mittel insbesondere für weitere Vorbereitungsmaßnahmen, wie eine begleitende Verkehrsuntersuchung, die sich im Wesentlichen mit einer Bestandsaufnahme und -analyse sowie Verkehrszählungen an Knotenpunkten beschäftigt, sowie eine Parkraumbedarfsanalyse, zu nutzen. Mit den geplanten Maßnahmen möchte die Ortsgemeinde eine fachliche Grundlage für die weiteren Planungs- und Entscheidungsprozesse erhalten“, so Kommunalminister Sven Teuber.
Straße „Am alten Kirchhof“ soll saniert werden
Neben den Untersuchungen sollen auch konkrete Planungen im historischen Ortskern von Gau-Odernheim beginnen. Vorgesehen ist die Sanierung und ortsbildgerechte Gestaltung der Straße „Am alten Kirchhof“.
Außerdem soll die Modernisierung und Instandsetzung von drei weiteren privaten Gebäuden unterstützt werden. Damit sollen neben öffentlichen Bereichen auch private Gebäude in die Entwicklung des Ortskerns einbezogen werden.
Mehr als eine Milliarde Euro seit 2010
Mit dem Programm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“ unterstützt die Städtebauförderung die Erneuerung und Weiterentwicklung von Innenstädten, Ortskernen, historischen Altstädten und Stadtteilzentren. Ziel ist es, diese Bereiche langfristig zu stabilisieren und als Orte zum Wohnen, Arbeiten, für Kultur und soziale Begegnungen weiterzuentwickeln.
„Eine starkes Ortszentrum ist mehr als ein Ort – es ist Ausdruck urbaner Lebensqualität. Mit gezielten Investitionen helfen wir den Gemeinden, ihre Zentren als lebendige Treffpunkte für Handel, Kultur und Gemeinwesen weiterzuentwickeln. Das stärkt nicht nur die Gemeinde, sondern auch den sozialen Zusammenhalt“, sagte Teuber.
Neben dem Programm „Lebendige Zentren – Aktive Stadt“ gibt es in Rheinland-Pfalz weitere Städtebauförderprogramme. Dazu zählen „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ sowie „Sozialer Zusammenhalt – Soziale Stadt“. Ergänzt wird das Angebot durch das landeseigene „Strukturprogramm“ und das Modellvorhaben „Innenstadt-Impulse“.
Für das Programmjahr 2026 sind den Angaben zufolge insgesamt mehr als 90 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln für die Städtebauförderung vorgesehen. Zwischen 2010 und 2025 profitierten demnach mehr als 200 Städte, Gemeinden und andere kommunale Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz von der Förderung. Insgesamt wurden dabei mehr als eine Milliarde Euro bereitgestellt.







