BYC-NewsBlaulicht Rheinland-PfalzZwei Tote bei schwerem Unfall auf der L288

Zwei Tote bei schwerem Unfall auf der L288

Rettungsaktion mit hydraulischem Gerät und Hubschrauber

Am späten Freitagabend (27. März 2026) gegen 20:27 Uhr wurden die Feuerwehren aus Westerburg, Gershasen und Wengenroth zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Landstraße L288 im Bereich der Abfahrt Westerburg-Wengenroth gerufen. Die Erstmeldung über eingeklemmte Personen bestätigte sich beim Eintreffen der ersten Einheiten.

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Schwierige technische Rettung im Graben an der L288 bei Westerburg

Vor Ort fanden die Einsatzkräfte zwei schwer beschädigte Fahrzeuge vor. Ein PKW war von der Fahrbahn abgekommen und blieb auf dem Dach liegend in einem tiefen Graben des Grünstreifens liegen. Das zweite beteiligte Fahrzeug kam auf der Fahrbahn zum Stillstand. Die Insassen des im Graben liegenden Wagens waren massiv in dem Wrack eingeklemmt.

Die Feuerwehr musste schweres hydraulisches Rettungsgerät einsetzen, um einen Zugang zu den Opfern zu schaffen. Besonders kompliziert gestaltete sich die Befreiung der Fahrerin: Hierbei kamen zusätzlich Lufthebekissen zum Einsatz, um das auf dem Dach liegende Fahrzeug von der Fahrerseite her anzuheben und den Rettungskräften den nötigen Raum zu verschaffen. Zeitgleich unterstützten weitere Einsatzkräfte den Rettungsdienst bei der Versorgung und Befreiung des Fahrers im zweiten Fahrzeug auf der Straße.

Jede Hilfe kam zu spät: Zwei Tote und eine Schwerstverletzte

Trotz des massiven Aufgebots an Rettungskräften – darunter drei Rettungswagen, zwei Notärzte und ein Rettungshubschrauber aus Mainz – kam für zwei Unfallbeteiligte jede Hilfe zu spät. Die Fahrerin des auf dem Dach liegenden Wagens sowie der Fahrer des zweiten PKW erlagen noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.

Eine Beifahrerin aus dem überschlagenen Fahrzeug überlebte die Kollision zunächst, erlitt jedoch lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurde nach der Erstversorgung vor Ort mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Umfangreiche Ermittlungen und Vollsperrung der L288 bei Westerburg

Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen leuchtete die Feuerwehr Westerburg die Einsatzstelle über die Drehleiter großflächig aus. Zudem wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe wurden gebunden. Die Feuerwehr Wengenroth übernahm die sofortige Vollsperrung der betroffenen Landesstraße.

Zur Klärung der genauen Unfallursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Da der Hergang des Unglücks noch völlig unklar ist, wurde das spezialisierte Verkehrsunfallteam der Polizei Koblenz hinzugezogen. In Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Mobilität blieb die L288 bei Westerburg für die Dauer der Unfallaufnahme und die Arbeit der Gutachter bis tief in die Nacht vollgesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet.

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