Mit einem mobilen Becken unterstützt die Stadt Worms eine Initiative für Schwimmunterricht an den Schulen: aktuell in den Ferien, danach soll es auf Schul-Tour gehen.

Damit die Kleinen sich über Wasser halten können

Nicht nur Mathe, Deutsch oder Ethik sind im Lockdown liegengeblieben, auch beim Schwimmen besteht Nachholbedarf bei Grundschulkindern. Deshalb unterstützt die Stadt Worms eine Initiative für Schwimmunterricht an den Schulen: In den Schulferien bereiten noch auf dem Platz des Wassersportverein Worms e.V. Übungsleiterinnen die Kinder auf ihr erstes Schwimmabzeichen vor. Danach soll das Becken dann an die Wormser Grundschulen weiterziehen.

Schwimmunterricht kann Leben retten

„Bedauerlicherweise ist die Schwimmfähigkeit nicht bei allen Kindern in der Grundschule bereits gegeben. Sie kann im Ernstfall aber Leben retten. Deshalb bleiben wir da hartnäckig und wollen mehr Kinder ins Wasser kriegen“, ist das Projekt Waldemar Herder, Schuldezernent, ein besonderes Anliegen. Die Vereine 1. SC Poseidon Worms e.V. und der Wassersportverein Worms e.V. organisieren das Angebot.

Angebot um mobiles Schwimmbecken erweitert

Neben den vereinseigenen Angeboten in den Freibädern, hat die Stadtverwaltung Worms das Angebot um ein mobiles Becken erweitert. 15 Kinder auf zwei Gruppen verteilt lernen in diesem Becken bereits auf dem Gelände des Wasserportvereins am Floßhafen in ihren Ferien Schwimmen. Erfahrene Übungsleiterinnen helfen ihnen dabei.

Nach diesem erfolgreichen Testlauf sollen der Schwimmunterricht und das Becken auch direkt zu den Schulen kommen und damit noch mehr Kinder erreichen. Mit Carina Zöll, Wormser Triathletin und Lehrkraft, haben der Präsident des 1. SC Poseidon Worms e.V. und Sportkreisvorsitzender, Manfred Pfeiffer, sowie der Vorsitzende des Wassersportverein Worms e.V., Rudolf Schöpwinkel, ein Bindeglied zwischen Schule und Sport an ihrer Seite. Zöll stellt die wichtigen Kontakte zu den Lehrkräften her. „Diese brauchen wir, um noch mehr Kinder vom Schwimmen zu begeistern“, macht Schuldezernent Herder klar.

Schwimmbecken kann jeder Zeit auf- und abgebaut werden

Damit das Wasser zu den Kindern kommen kann, hat der städtische Schulsportreferent Gerd-Jürgen Vogt bereits im vergangenen Winter in das Aufstellbecken investiert. Das rund zehn Meter lange, fünf Meter breite und 1,30 Meter tiefe Schwimmbecken ist ideal für Nichtschwimmer und kann jeder Zeit auf- und abgebaut werden, was mit öffentlichen Schwimmbädern so nicht funktioniert.

Bestens geeignet also für die anstehende Tour zu den Wormser Grundschulen, dann soll aus dem Ferienangebot auch wieder eine schulnahe Unterrichtseinheit werden und im besten Fall im ersten Schwimmabzeichen für viele Wormser Kinder gipfeln.