Der deutsche Küchenhersteller rational einbauküchen solutions GmbH hat insolvenz angemeldet. Wie Medien berichten, hatte zuvor ein Stromausfall für irreparable Schäden an den IT-Servern gesorgt. Das habe zu einem Datenverlust geführt. Das Unternehmen könne daher seit Anfang September keine Aufträge bearbeiten oder Daten zu existierenden Aufträgen an die Produktion weiterleiten. Da derzeit noch keine Prognose möglich sei, wann die Produktion der Küchen wieder aufgenommen werden kann, habe die Geschäftsführung wegen des unvermeidbaren Umsatzausfalls und damit einhergehender drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Rund 64 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt

Das Küchenunternehmen wurde im Jahr 1963 in Osnabrück gegründet und beschäftigt derzeit rund 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Sortiment gehören Küchen in unterschiedlichen Designs und mit diversen technischen Ausstattungen. Die Küchen werden bundesweit in Deutschland sowie in rund 50 anderen Ländern der Welt verkauft. Erst vor kurzem hatten bereits das Schuhgeschäft Görtz, der Toilettenpapierhersteller Hakle sowie die Dr. Schneider Unternehmensgruppe Insolvenz angemeldet.

Betrieb bei der rational einbauküchen solutions GmbH soll weiter gehen

Trotz des angemeldeten Insolvenzverfahrens soll der Betrieb zunächst weitergeführt werden. Der Insolvenzverwalter Stefan Meyer von Pluta soll gegenüber Medien mitgeteilt haben: „Wir werden gemeinsam mit der Geschäftsführung und der hochqualifizierten Belegschaft schnellstmöglich nach Lösungen suchen, damit für das Traditionsunternehmen nach der unumgänglichen Unterbrechung von Vertrieb, Planung, Produktion und Verkauf eine Zukunftslösung gefunden werden kann.“