BYC-NewsBingenWilde Müllablagerungen in Bingen sind unerträglich

Wilde Müllablagerungen in Bingen sind unerträglich

Altreifen, Windeln und Chemikalien – Janis L. kritisiert den Zustand der Containerstandorte in Bingen scharf

Leserbrief von Janis L. zum Thema „Müllablagerungen in Bingen“ – Mit großem Unmut verfolge ich die zunehmende Verwahrlosung unserer Stadt durch wilde Müllablagerungen an den Altkleidercontainern in Bingen und den umliegenden Gemeinden. Was ursprünglich als Sammelstelle für den guten Zweck gedacht war, entwickelt sich immer mehr zu einer illegalen Müllkippe, die nicht nur das Auge beleidigt, sondern eine ernsthafte Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellt.

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Wenn Spenden zur Entsorgung verkommt

Es ist eine Sache, wenn gut gemeinte Kleiderspenden neben überfüllten Behältern im Regen verrotten. Doch was wir derzeit an den Standorten erleben, hat eine neue, erschreckende Qualität erreicht. Es sind längst nicht mehr nur Textilsäcke, die dort achtlos hingeworfen werden. Wer mit offenen Augen durch Bingen geht, sieht das ganze Ausmaß der Rücksichtslosigkeit. An fast jedem Standort finden sich mittlerweile Altreifen, die dort einfach „entsorgt“ werden, anstatt sie zum Fachhandel oder Wertstoffhof zu bringen.

Gefährlicher Abfall im öffentlichen Raum bei Müllablagerungen in Bingen

Besonders schlimm finde ich die Tatsache, dass wilde Müllablagerungen in Bingen mittlerweile auch hochsensiblen Abfall umfassen. Ich habe selbst beobachtet, wie zwischen alten Koffern und Hausrat auch alte Medikamente und angebrochene Farbdosen lagen. Das ist kein Kavaliersdelikt mehr, sondern grob fahrlässig. Wenn Chemikalien in den Boden sickern oder Kinder beim Spielen auf abgelaufene Arzneien stoßen, hört der Spaß endgültig auf. Dass sich manche Zeitgenossen nicht einmal zu schade sind, benutzte Windeln dort abzuladen, schlägt dem Fass den Boden aus. Es ist ein absolutes Armutszeugnis für die soziale Disziplin in unserer Gesellschaft.

Kostenfalle für die Allgemeinheit

Die Binger Stadtverwaltung appelliert zwar regelmäßig an die Vernunft, doch die Realität zeigt: Appelle verhallen ungehört. Die Kosten für die Beseitigung dieser Sauerei tragen wir alle über die Kommunalabgaben. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit für die Faulheit und Dreistigkeit einzelner Personen aufkommen muss, die zu bequem sind, die Öffnungszeiten der regulären Entsorgungsbetriebe zu nutzen. Wilde Müllablagerungen in Bingen sind eine Straftat gegen unser Gemeinwesen.

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Forderung nach mehr Kontrolle und Konsequenz

Ich fordere die Verantwortlichen der Stadt Bingen auf, hier endlich härter durchzugreifen. Wenn Schilder nicht helfen, müssen verstärkte Kontrollen und empfindliche Bußgelder folgen. Vielleicht ist es auch an der Zeit, über die Videoüberwachung besonders betroffener Brennpunkte nachzudenken oder die Container an besser einsehbare Plätze zu verlegen. Wir dürfen nicht zulassen, dass unser Lebensraum durch diesen rücksichtslosen Egoismus verkommt.


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