Vollsperrung nach Unfall auf A3 bei Wiesbaden

Gutmütige Reaktion führt zu Unfall – Autobahn kurzzeitig voll gesperrt

Foto: Feuerwehr Wiesbaden

Ein Verkehrsunfall mit einem Fahrzeuggespann hat am Dienstagabend, 6. Januar 2026, für erhebliche Behinderungen auf der Autobahn A3 gesorgt. Gegen 20:55 Uhr kippte ein mit Strohballen beladener Anhänger um, nachdem der Fahrer einem herannahenden Polizeifahrzeug Platz machen wollte. Verletzt wurde niemand, dennoch kam es zeitweise zu einer Vollsperrung der Autobahn.

Ausweichmanöver endet im Umkippen des Anhängers

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 41-jähriger deutscher Autofahrer mit seinem Pkw und Anhänger den rechten von drei Fahrstreifen der A3 in Fahrtrichtung Süden. Als sich von hinten ein Polizeifahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht näherte, wollte der Mann Platz machen und lenkte auf den Standstreifen. Dabei steuerte er jedoch zu stark nach rechts. In der Folge begann der mit Strohballen beladene Anhänger zu schaukeln und kippte schließlich auf die Seite.

Strohballen verteilen sich über die Fahrbahn bei Wiesbaden

Durch das Umkippen des Anhängers löste sich die Ladung. Zahlreiche Strohballen flogen von der Ladefläche und verteilten sich über mehrere Fahrstreifen. Aus Sicherheitsgründen musste die Autobahn kurzfristig voll gesperrt werden. Eine zur Unfallstelle eilende Funkstreife konnte jedoch gemeinsam mit Ersthelfern schnell reagieren. Der linke Fahrstreifen wurde von den Strohballen befreit, sodass die Vollsperrung bereits nach rund 15 Minuten wieder aufgehoben werden konnte. Anschließend wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Rückstau und laufende Aufräumarbeiten

Trotz der zügigen Maßnahmen bildete sich zeitweise ein Rückstau von bis zu zwei Kilometern. Die Bergung des Anhängers und der verbliebenen Ladung dauerte noch bis etwa Mitternacht an. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Platzmachen nicht erforderlich

Die Polizei weist darauf hin, dass das Ausweichmanöver zwar gut gemeint, in diesem Fall jedoch nicht notwendig war. Zwischen dem Pkw mit Anhänger und dem Einsatzfahrzeug befand sich noch der mittlere Fahrstreifen, sodass ausreichend Platz vorhanden gewesen wäre. Der Unfall verdeutlicht, dass hektische Reaktionen im Straßenverkehr – auch aus Rücksicht – gefährliche Folgen haben können.

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