Angriff auf Polizisten, Verfolgungsfahrt und Drogenfund in Wiesbaden

Polizei Hessen
Polizei Hessen

In der Wiesbaden ist es am 2. und 3. Januar 2026 zu einer Reihe von Polizeieinsätzen gekommen. Die Vorfälle reichen von Trunkenheit im Straßenverkehr und einem Angriff auf Polizeibeamte über eine Verfolgungsfahrt bis hin zu Körperverletzung, Drogenfund und mehreren Einbruchsversuchen.

Betrunkener Autofahrer greift Polizeibeamten an

Am frühen Samstagmorgen gegen 1.10 Uhr fiel ein 42-jähriger Autofahrer in der Frankfurter Straße durch seine unsichere Fahrweise auf. Ein Zeuge meldete, dass der Mann mit seinem blauen Dacia in Schlangenlinien unterwegs sei. Bei der anschließenden Verkehrskontrolle stellten die Beamten eine erhebliche Alkoholisierung fest.

Während der Kontrolle beleidigte der Mann fortlaufend die eingesetzten Polizeikräfte. Bei der Verbringung auf ein Wiesbadener Polizeirevier trat er einem Beamten gegen das Bein. Verletzt wurde niemand. Nach einer Blutentnahme, der Sicherstellung des Führerscheins und der Unterbringung im Polizeigewahrsam zur Ausnüchterung erwarten den 42-Jährigen nun mehrere Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Verfolgungsfahrt endet auf Acker – zwei Tatverdächtige festgenommen

Am Samstagmittag kam es in der Wiesbadener Innenstadt zu einer Verfolgungsfahrt. Der Geschädigte eines Pkw-Diebstahls meldete sich kurz nach 12 Uhr auf dem 4. Polizeirevier und gab an, sein entwendetes Fahrzeug – einen weißen Renault Zoe – in der Balthasar-Neumann-Straße orten zu können.

Polizeistreifen entdeckten das Fahrzeug und wollten die beiden Insassen kontrollieren. Der Fahrer flüchtete jedoch mit hoher Geschwindigkeit über die Berliner Straße, den Siegfriedring und die B455. Dabei missachtete er mehrfach Anhaltesignale und überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit. An der Abfahrt Fort Biehler verließ er die Bundesstraße, fuhr sich schließlich in einem Feld in der Straße „Zum Friedhof“ fest und versuchte gemeinsam mit seinem Beifahrer zu Fuß zu fliehen.

Die Beamten nahmen den 18-jährigen Fahrer sowie seinen 16-jährigen Beifahrer fest und brachten sie auf das 4. Polizeirevier. Gegen beide wird nun unter anderem wegen Fahrzeugdiebstahls, Straßenverkehrsgefährdung und der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen der Verfolgungsfahrt sowie mögliche gefährdete Verkehrsteilnehmer, sich unter der Rufnummer 0611 / 345-0 zu melden.

Körperverletzung an Bushaltestelle – 200 Gramm Kokain sichergestellt

Am Samstagabend gegen 21.20 Uhr wurden mehrere Streifen in die Schwalbacher Straße entsandt. An einer Bushaltestelle soll eine Person mit Pfefferspray verletzt worden sein. Der Geschädigte zeigte sich vor Ort äußerst unkooperativ und machte keine Angaben zum Geschehen.

Zwei mutmaßlich beteiligte Personen versuchten sich der Kontrolle zu entziehen. Bei einer späteren Durchsuchung fanden die Beamten bei einem Beschuldigten rund 200 Gramm Kokain. Ob ein Zusammenhang zwischen der Körperverletzung und dem Drogenfund besteht, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Der wohnsitzlose Tatverdächtige wurde einem Haftrichter vorgeführt.

Einbruch in Gaststätte und gescheiterte Wohnungseinbrüche

In der Nacht zum Samstag kam es zudem zu einem Einbruch in eine Gaststätte in der Hellmundstraße. Gegen 4 Uhr warf ein bislang unbekannter Täter mit einem Stein die Glasscheibe der Eingangstür ein, drang in das Café ein und durchsuchte die Räumlichkeiten. Ob Beute gemacht wurde, ist derzeit noch unklar. Der Täter flüchtete unerkannt.

Darüber hinaus scheiterten unbekannte Täter am Wochenende bei zwei weiteren Wohnungseinbruchsversuchen im Stadtteil Biebrich. In der Lindenstraße versuchten Einbrecher am Freitagmorgen, ein Fenster im Hochparterre aufzuhebeln. In der Elsa-Brandström-Straße schoben Täter bis Samstagabend einen Rollladen hoch, scheiterten jedoch am dahinterliegenden Fenster.

In allen Einbruchsfällen bittet die Wiesbadener Kriminalpolizei um Hinweise unter der Telefonnummer 0611 / 345-0.